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Okavango Delta

4. Tag, 7.10.2004: Maun - Okavango Delta

Um 5:45 Uhr stehen wir auf, stellen den Kaffee zu und während das Wasser kocht, bauen wir das Zelt ab, packen das Zeug zusammen und die streichen uns Marmeladebrote.

Um 7:30 Uhr treffen wir uns mit den Tour-Guides bei der Rezeption. Ein holländisches Pärchen fährt auch mit, aber bleibt nur 1 Nacht im Delta. Wir fahren mit dem Auto ca. 40 Minuten auf der geteerten Straße und biegen dann nach links ab, wir kommen bei einer paar kleinen Dörfern vorbei und fahren quer durch den Busch. Wir müssen auch durch den Büffel-Sperrzaun und entdecken dann gleich 2 Giraffen, Elefantenspuren, 1 Strauß und Zebras. In einem kleinen Dorf steigen dann 5 Einheimische zu, es geht noch 10 Minuten weiter und dann kommen wir bei den Mokoros an.

Es werden die Boote beladen (1 Ausrüstungsboot, 1 Küchenboot inkl. Koch und die 2 Mokoros mit uns und den Holländern). Nach 1 Stunde angenehm ruhiger und landschaftlich schöner Fahrt legen wir eine kurze Pause ein, um uns die Füße zu vertreten. Wir entdecken ein riesiges Elefantenskelett. Nach diesem Stopp fahren wir noch einmal eine Stunde weiter. Unter einer Baumgruppe wird das Camp für die nächsten Tage aufgeschlagen. 3 Zelte, Sesseln, Kisten, Tische, ... Der Koch richtet das Mittagessen her (kaltes Hühnchen, Brot, Käse, Tomaten, Gurken, Kartoffel- und Karottensalat) --> total lecker! Auch Tee (das Wasser kommt aus dem Okavango) gibt es dazu. Anschließend fordert der Koch uns auf, mit ihm zu gehen, damit er uns den "Big Elephant" zeigen kann. Gemeint ist damit unser Klo, das ein wenig vom Zeltplatz entfernt errichtet worden ist. Es besteht aus einem 50 cm tiefen Loch, einer Rolle Klopapier und einer kleinen Schaufel, mit der das Loch nach jeder Benützung wieder ein wenig mit Sand aufgefüllt wird. Anschließend machen wir alle Siesta auf unseren Zeltplanen. Gegen 15:30 Uhr stehen wir alle auf und es gibt nochmals Tee.

Safari-Camp im Okavango DeltaAuf dem Game-Walk einen Elefanten gesichtetSonnenuntergang

Um pkt. 16:00 Uhr brechen wir dann zur ersten Buschwanderung auf. Wir entdecken viel Elefantenlosung sowie Giraffen- und Zebralosung, aber kein einziges Tier. Schon etwas entmutigt und entkräftet wandern wir weiter, bis die Losung frischer wird. Und siehe da, 3 Prachtexemplare von Elefanten fressen gemütlich an einem Wasserloch an den Bäumen. Super! Auch ein paar Impalas gesellen sich dazu. Unser Guide zeigte uns an, dass wir näher an die Elefanten herangehen sollen und so schleichen wir uns ganz vorsichtig heran. Da kommt einer mit 2 wunderschönen großen Stoßzähnen aus dem Gebüsch heraus. Ein Wahnsinn, zu Fuß so nahe an den sanften Riesen. Wir filmen und fotografieren drauf los. Wir verbleiben noch eine Weile an dem Wasserloch (17:30 Uhr). Es kommt eine Horde Paviane, die man vorher schon von Weitem hören konnte und danach folgt eine Zebrafamilie mit 2 Jungtieren. Wir beobachten diese Szenerie eine Weile und treten dann den Rückweg ins Camp an. Einen weiteren Elefanten sehen wir noch, sowie eine schwarze Gans und Spuren von einer kleinen Katze oder einem Mungo. Um 18:30 Uhr sind wir im Camp retour, nachdem wir noch den Sonnenuntergang beobachtet haben.

Abendessen unter SternenhimmelDer Koch hat schon das Abendessen fertig (Rindfleischragout mit Zwiebel, Paprika, usw. und Reis, als Dessert gibts Guave mit Vanillesauce --> sehr köstlich). Die Poler, die am Vormittag mit den Versorgungsmokoros gefahren sind, sind auch wieder da und übernachten bei uns. Wir sind total erschöpft und fallen um 20:50 Uhr ins Bett. Außerdem müssen wir morgen sehr bald aufstehen.

 

 

5. Tag, 8.10.2004: Okavango Delta

Um 5:30 Uhr ist Tagwache. Es ist noch fast stockfinster, was sich aber in den nächsten 30 Minuten sehr schnell ändert. Wir bekommen ein kleines Frühstück (Kaffee und Cornflakes) und als Waschgelegenheit sind unter einem Baum zwei Schüsseln aufgestellt; eine Schüssel zum Waschen mit Seife, die andere zum Nachspülen. Das Wasser ist so kalt wie aus einem Gebirgsbach.

Um kurz nach 6:00 Uhr brechen wir zu einem Game-Walk auf. Da es bewölkt ist, ist die Temperatur angenehm für's Wandern. Wir starten in die gleiche Richtung, von der wir gestern zurückgekommen sind und statten auch dem gleichen Wasserloch einen Besuch ab, aber leider ist kein Tier zu sehen. Wir schlagen dann die Richtung ein, aus der die Paviane gestern gekommen sind. Wir durchwandern einige kleine Wäldchen und große Ebenen, aber können kein einziges Tier entdecken. Nur einen verlassenen Stachelschweinbau sehen wir. Schon etwas entmutigt schlendern wir durch den Busch, bis wir einem Elefanten fast auf die Zehen steigen. Den Elefant hat selbst unser Guide übersehen. Wir beobachten ihn eine Weile und weichen dann aber großräumig aus. Kurz darauf finden wir ein Skelett eines Giraffenkopfes, sowie die Hörner eine Gnus und eines Wasserbüffels. Etwas später kommen wir an ein Wasserloch in dem sich einige Hippos tummeln. HipposMir ist gar nicht gut dabei, obwohl sie wirklich schön aussehen. Nach einiger Zeit des Hippobeobachtens gehen wir weiter, bis wir zu einem großen Baum kommen, unter dem 2 Elefanten in der letzten Nacht geschlafen haben. Man kann die Abdrücke von Rüssel, Stoßzähnen und Körper im Sand noch sehr gut sehen. Anschließend durchqueren wir wieder eine Ebene und im Wald gegenüber entdeckt unser Guide Löwenspuren von gestern. Ganz kurz können wir ein paar große Antilopen (Tsessebe) ausmachen. Etwas später entdecken wir noch eine Herde Impalas mit einem schönen Männchen. Auch ein Warzenschwein hat unser Guide aufgestöbert. Kurze Zeit später sehen wir auch noch eine Giraffe, aber die ist weit weg. Durch die lange Wanderung sind wir schon alle total k.o. Wir gehen dann wieder bei unserem bekannten Wasserloch vorbei, nehmen aber eine andere Route zurück zum Camp und entdecken noch eine Horde Paviane. Um kurz nach 11:00 Uhr kommen wir komplett erschöpft ins Camp retour.

Das Mittagessen ist schon fertig. (Bohnen mit Toast und Speck sowie Krautsalat - hmm). Danach wird wieder kollektive Siesta gemacht. Nach dem Mittagessen verlassen uns die Holländer mit ihrem Poler. Wir plaudern ein bissl mit unserem Poler und schreiben das Tagebuch. Sonst sind alle faul.

Eine beeindruckende Begegnung mit einem ElefantBis 15:00 Uhr dauert unsere Siesta, und dann begeben wir uns mit unserem Poler auf einen Mokoroausflug. Ca 1/2 Stunde fahren wir weiter ins Delta hinein, dort steigen wir aus und begeben uns auf einen Game-Walk. Wir entdecken eine Schlafstelle eines Hippos und bei einem Wasserloch sehen wir von der Ferne ein Krokodil, als wir uns vorsichtig nähern ist es aber weg. Unser Poler zeigt uns einen Baum, der für Leoparden geeignet wäre, aber wir entdekcen leider keinen. Als wir wieder Richtung Boot zurückgehen, sehen wir 2 große Elefanten aus nächster Nähe, einfach traumhaft. Wir bleiben eine ganze Weile stehen und beobachten sie genau. Um 17:00 Uhr steigen wir wieder ins Boot und fahren Richtung Camp retour. Auf dem Retourweg hören wir eine Menge Hippos.

Unser Koch ist schon dabei, das Abendessen zu machen (Pastasauce mit Nudeln und Salat aus Tomaten, Gurken, Paprika und viel Zwiebel). Nach dem Essen sitzen wir noch alle ums Lagerfeuer, weil der Wind die Gaslampe umgeschmissen hat und es sonst stockfinster ist (wie wird das wohl die nächsten Tage?!) und zweitens wird es richtig kalt. Um 21:00 Uhr schlüpfen wir ins Bett. Um kurz nach 1:00 Uhr Früh werden wir beide munter, weil wir dringend aufs Klo müssen. Wir diskutiertieren, ob und wenn ja, wohin wir gehen. Auf das „eingerichtet Örtchen“ würde ich keinesfalls gehen, man hört rundherum die Hippos. Wolfgang huscht dann alleine Richtung Lagerfeuer und ich husche hinterher. Ist ja gar nicht so tragisch ;-)

6. Tag, 9.10.2004: Okavango Delta - Maun

Wieder ist um 5:30 Uhr Weckruf. Die Nacht war bitterkalt. Die Morgenstimmung dagegen ist postkartenmäßig. Wir frühstücken wieder Okavangokaffee und -tee sowie Cornflakes mit Long-life-Milk.

Um kurz nach 6:00 Uhr brechen wir zu unserem letzten Game-Walk im Okavango Delta auf. Das Licht ist traumhaft. Wir starten in eine ganz andere Richtung, in der wir noch nicht waren. Nach ca. einer Stunde Gehzeit findet unser Guide Leopardenspuren im Sand. Wir schleichen daraufhin wie die Indianer herum, aber der Leopard lässt sich nicht anschauen. Kurze Zeit später entdecken wir eine Giraffe. Etwas weiter entfernt kommt zuerst eine kleine und danach noch 2 große Giraffen aus dem Wald gelaufen. Es schaut einfach super aus. Die aufgehende Morgensonne und die eleganten Riesen. Traumhaft. Eine ältere Giraffe (war schon dunkelbraun) folgt den anderen gemächlich. Wir beobachten das sehr ausgiebig und halten alles auf Film und Foto fest. Ganz weit weg ist auch noch ein Elefant für kurze Zeit zu sehen. Danach streifen wir durch einen Wald, in dem unser Guide mal 3 Black Rhinos gesehen hat, aber leider ist da heute nichts mehr. Nur noch ein kurzer Blick auf eine weitere Giraffe und das war's wieder. Um 8:30 Uhr sind wir im Camp retour.

Auf dem Mokoro gehts wieder zurückWir bekommen einen Brunch mit Bohnen, Toast und Speck und anschließend brechen wir die Zelte ab und räumen alles zusammen, bevor wir um pkt. 10:00 Uhr unser Camp mit den Mokoros wieder verlassen. Bereits nach 1 ½ Stunden sind wir wieder retour beim "Mokoro-Heimathafen". Die nächste Gruppe ist schon unterwegs ins Delta. Es sind so viele Leute, dass sie wurden sogar mit dem LKW hergebracht wurden. Da hatten wir echt Glück mit unserem holländischen Pärchen. Nachdem alles im LKW verstaut ist, fahren wir wieder Richtung Maun retour, wo wir um ca. 14:00 Uhr ankommen.

Wir setzen uns gleich wieder in unser Auto und fahren in die Stadt zum einkaufen und ins Internetcafé, wo wir an alle Lieben daheim schreiben. Wieder retour im Camp beseitigen wir das Chaos im Auto, schreiben Karten und besprechen die Tour für morgen. Wir grillen uns Steaks und Folienkartoffel und machen uns einen Tomatensalat dazu. Ein holländisches Ehepaar beginnt mit uns zu reden und erzählte ein Schauermärchen über ihren Aufenthalt im Moremi NP, weil ihr Benzin nicht gereicht hat und sie kein Geld mehr haben (Bankomatkarten werden in Botswana so gut wie nicht akzeptiert). Wir hören uns die Geschichten an, lassen uns davon aber nicht beirren. Die sind einfach nur schlecht organisiert. Unser Abendessen ist echt lecker. Nach dem Abwasch gibts endlich wieder einmal eine Dusche, das ist angenehm.

13 km

Herzlich willkommen!

Wir sind Judith und Wolfgang

judithwolfgang

Beide mit dem Reisevirus infiziert, passionierte Defender-Fahrer und Overlander.

Es gibt so viel zu sehen und zu erleben. Begleite uns ein Stück des Weges!

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