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Liwonde NP - Lake Malawi - Sambia

6. Tag, 29.8.2013: Liwonde NP - Cape McLear (Chembe)

Heute schlafen wir uns mal so richtig aus - bis 6 Uhr ;-) Nach dem Frühstück packen wir das Zelt zusammen, bezahlen und fahren los.

Die Straße ist in Ordnung und führt an vielen Ortschaften vorbei. Viele Frauen gehen in Gruppen mit Gesang zum Wäsche waschen. Wir machen in einem Ort halt und Judith kauft zwei Kangas (die hier Kitenge heißen). Die letzten 20 km führt die Straße über hohe Berge und enge Kurven nach Chembe. Sonnenuntergang am Lake MalawiWir schlagen unser Zelt im Chembe Eagle’s Nest auf. Der Campingplatz liegt sehr idyllisch, mit Felsterrassen, die bis zum Strand reichen. Die Facilities sind sehr sauber und schön. Den Stromanschluss können wir leider nicht nutzen, da wir keinen Adapter für den südafrikanischen Stecker haben. Am Nachmittag genießen wir die Sonne bzw den Schatten am Strand und wir lesen in unseren Büchern. Abends kochen wir eine Coconut-Bean-Soup, die wir mit dem restlichen Rindfleisch verfeinern, dazu Rotwein. Während wir kochen, geht die Sonne malerisch über dem See unter.

Als es bereits finster ist, hören wir ein lautes Flattern. Wir machen uns mit unserer großen Maglite auf die Suche und entdecken an der Spitze des höchsten Baumes eine riesengroße Eule. Wir pirschen uns näher heran, damit wir sie mit dem Gucker besser identifizieren könne und schlagen im Vogelbuch nach. Es dürfte sich um eine Verreaux’s (Giant) Eagle Owl handeln. Ein wahnsinns Kerl.

147.5 km

7. Tag, 30.8.2013: Cape McLear (Chembe) 

Fish EagleWir haben für heute einen Schnorchelausflug bei einem Guide der örtlichen Guide Association gebucht. Ein deutsches Ehepaar, das mehrere Monate im Jahr mit dem eigenen Auto in Afrika unterwegs ist, fährt mit. Zuerst geht es der Küste entlang, wo wir die Einheimischen beim Waschen und die Kinder beim Spielen beobachten können. Auf unzähligen Gestellen sind Fische zum trocknen aufgelegt. Dazwischen sind immer wieder Lodges/Camps unterschiedlicher Kategorien zu sehen. Kurz vor dem Otter Point drehen wir auf den See hinaus und fahren zur West Thumbi Island. Dort lockt der Bootsführer mehrere Seeadler mit kleinen Fischen in unsere Nähe. Wir filmen und fotografieren das Spektakel eifrig. Nach mehreren Fischen verlieren die Adler das Interesse bzw den Appetit, und so fahren wir ein Stück weiter, wo wir anlegen und mit unseren Schnorcheln ins Wasser hüpfen. Es ist unglaublich, wie viele unterschiedlich bunte Fische in einem Süßwassersee herumflitzen können. Von braun über silber, blau und rot bis gelb-schwarz ist alles zu sehen. BuntbarscheWir schwimmen einige Zeit um die Felsen herum, aber das Wasser ist relativ frisch und wir bekommen eine Gänsehaut. Nach einer kurzen Pause zum Aufwärmen unternehmen wir einen zweiten Tauchgang. Wir bleiben bis Mittag auf der Insel und tuckern dann gemütlich retour. Da wir zu viert waren, kostet der Ausflug nur USD 30 pP (statt USD 35).

Wir wärmen zum Mittagessen die restliche Bohnensuppe vom Vorabend, dazu gibt’s eine Dose Cola. Am Nachmittag tüfteln wir über der Route und beratschlagen, wie wir mit dem Grenzübertritt nach Sambia umgehen sollen, da wir diesen für Sonntag geplant haben, sonntags aber die Banken geschlossen sind. Seit kurzem muss in Sambia alles in Kwacha bezahlt werden, und wir haben nur am Anreisetag die Möglichkeit, Geld zu wechseln. Wir entschließen uns, schon morgen bis nach Samiba zu fahren, um am Samstag hoffentlich eine geöffnete Wechselstube zu finden.

SunsetFür das Abendessen kaufen wir im Ort noch Brot und Tomaten ein, auch zwei sogenannte Donuts kann ich in der örtlichen Bäckerei erstehen. Die sind sehr lecker - ähnlich unseren Bauernkrapfen, nur leider ohne Marillenmarmelade. Unzählige Kinder belagern das Auto und fordern „Sweets!“, manchmal auch „Money!“. Wir geben aber nichts, weil wir das willkürliche Austeilen von Süßigkeiten für falsch halten.

In der Rezeption laden wir inzwischen unsere Akkus auf. Dort erfahren wir auch, dass es WiFi (Sky-Band Hotspot) gibt, und so loggen wir uns ein und schreiben ein paar Grüße nach Hause.

Den Sunset genießen wir von den großen Felsen aus mit einem Glas Bier. Die Sonne geht dunkelrot im See unter.

2,3 km

8. Tag, 31.8.2013: Cape McLear (Chembe) - Lilongwe - Chipata (Sambia)

Heute ist bereits um 5.35 Uhr Tagwache, da wir einen langen anstrengenden Fahrtag vor uns haben. Um 7.15 Uhr fahren wir von der Chembe Eagles Nest Lodge los.

Die Straße von Golomoti nach Lizulu windet sich in engen Kurven auf 1.600 m hinauf. Wir kommen gut voran, schaffen aber trotzdem nicht mehr als 50 km pro Stunde. Auf der M1 kontrolliert die Polizei die Ortsgeschwindigkeit mit Laserpistolen. Einmal erwischt es Wolfgang, als er ein Sammeltaxi überholt. Der Polizist ist aber sehr nett, und nachdem wir erzählt haben, was wir alles in Malawi gesehen haben, belässt er es bei einer Verwarnung.

Durch Lilongwe staut es wieder ordentlich. Die Verkehrsregelung wird von Polizisten übernommen. An der Ortsausfahrt ist eine Baustelle für eine künftige Umfahrungsstraße.

Judith übernimmt das Steuer und ich schlafe ein wenig, bis kurz vor der Grenze. Ein Polizist ersucht uns um eine Mitfahrgelegenheit; als Gegenleistung organisiert er die Ausreise bei der Immigration. Das Auto exportieren geht relativ rasch (5.000 MK). Die Einreise nach Sambia ist etwas teuer (50 USD Visum pP, 3rd party insurance 120 ZK, 30 ZK council levy, 20 USD toll fee, 200 ZK carbon tax). Nach einer Stunde sind wir durch.

Wechselkurs an der Grenze 1 USD = 5,38 ZK.

Von der Grenze sind es nur noch rund 50 km nach Chipata. Die Banken haben am Samstag nur bis 12 bzw 13 Uhr geöffnet. Zu spät. So heben wir bei Barclay’s Bank mit Visa und MasterCard mehrmals ab. Anschließend fahren wir einkaufen, zuerst zum Shoprite, anschließend zum Spar (beide gut sortiert); Gemüse kaufen wir am Markt entlang der Straße.

Nach den Einkäufen genehmigen wir uns einen Burger bei Steers und fahren damit zum Mama Rula B&B. Dort schlagen wir unser Zelt auf und verstauen die Einkäufe. Bei Einbruch der Dunkelheit kommt noch ein Overlander-Bus mit 16 Touristen aus aller Herren Länder. Bei Mama Rula gibt’s eine weidläufige Campinganlage, saubere Facilities, freundliches Personal und unlimitiertes WIFI (an der Bar fragen).

Der Tag klingt bei einem Mosi Bier und 80er-Jahre-Hits aus.

349 km

Herzlich willkommen!

Wir sind Judith und Wolfgang

judithwolfgang

Beide mit dem Reisevirus infiziert, passionierte Defender-Fahrer und Overlander.

Es gibt so viel zu sehen und zu erleben. Begleite uns ein Stück des Weges!

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