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Manyara NP

1. Tag, 22.8.2006: Linz - Frankfurt - Kilimanjaro Airport

Um 11:40 fahre ich daheim mit der Straßenbahn weg und treffe mich mit Wolfgang am Bahnhof bei der Info.

Wir gehen zum Busterminal bei der BH-LL und fahren dort pünktlich um 12:00 mit dem Shuttlebus ab (EUR 2,30 p.P.). Um ca. 13:00 kommen wir am Flughafen an. Der Check-in ist noch nicht offen und so kaufen wir uns etwas zu trinken und checken erst anschließend ein.

Wir starten (14:55) und landen pünktlich (16:00) in Frankfurt. Wir brauchen nicht mal das Terminal zu wechseln. Wir schauen uns ein bisserl um und gehen in den Duty Free um zwei Flaschen Whiskey. Wolfgang genehmigt sich beim McDonald's noch einen Burger und danach gehen wir zum Gate. Das Boarding verzögert sich etwas und so starten wir mit 30 Minuten Verspätung.

2. Tag, 23.8.2006: Kilimanjaro Airport - Arusha - Mto Wa Mbo - Lake Manyara NP

1 USD = 1.300 TZS; 1.000 TZS = EUR 0,62

Um ca. 4:00 bekommen wir ein Frühstück und um kurz vor 6:00 landen wir. Wir besorgen uns ein Visum (USD 50,00 p.P.) und sind ruck-zuck durch die Immigration. Auch auf das Gepäck warten wir auch nicht lange. Vor dem Fluhafen werden wir bereits von einem Fahrer (Dennis) erwartet. Mit ihm fahren wir fast eine Stunde nach Arusha hinein. Auf dem Weg sehen wir schon den Kili in der aufgehenden Sonne! Bei Swala Safaris angekommen, müssen wir noch auf Esther warten. Mit ihr klären wir die ganzen Formalitäten und übernehmen dann das Auto. Das Auto ist eine g'scheite Gledern, laut Zulassungsschein ca 20 Jahre alt. Gott sei Dank haben sie uns noch die hinteren drei Sitze ausgebaut, sonst hätten wir keinen Platz für die ganze Ausrüstung. Wir fahren erstmal nach Arusha rein zum TTB-Büro wegen der zwei Ausflüge in Engaruka und Pangani, die wir über das Tanzanian Cultural Tourism Coordination Office unternehmen wollen. Wir sind bei unseren Reisevorbereitungen auf dieses Öko-Tourismus-Projekt gestoßen, das in vielen Ländern der Welt Ausflüge anbietet. Das besondere daran ist, dass die Touren lokal organisiert werden und auch der Profit der lokalen Bevölkerung zugute kommt. Den Pangani-Trip konnten wir gleich fixieren. Den Engaruka-Guide haben wir aber wieder nicht erreicht. Willy im TTB-Büro meint aber, dass ein anderer Guide aus Engaruka in Arusha wäre und der zu Mittag ins Büro kommt. Wir vereinbaren, dass wir nach dem Einkaufen noch einmal kommen. Wir fahren zum Shoprite, der wie immer eine tolle Auswahl hat. Um TZS 154.080,00 (ca EUR 95,00) kaufen wir ein. Anschließend stauen wir uns wieder nach Arusha hinein. Wie erwartet ist der Guide (noch) nicht da. Ich vereinbare mit Willy, dass wir einfach hinfahren und vor Ort nach den zwei Guides fragen.

Pelikane am Lake ManyaraWir starten Richtung Mto Wa Mbo. Die Straße ist echt o.k. Um kurz nach 15:00 kommen wir zum Lake Manyara Nationalpark Gate und zahlen dort den Eintritt + CP (USD 130,00 + TZS 10.000,00). Wir schlafen heute am Endabash CP (USD 30,00 p.P.). Wir begeben uns dann gleich auf unseren ersten Gamedrive. Dabei sehen wir Impalas, Zebras, Wasserbüffel, Hippos und Pelikane. Um 17:15 begeben wir uns dann Richtung CP. Auf dem Weg entdecken wir noch viele Affen, Giraffen, Elefanten, Antilopen (Dik Dik), usw. Um 18:30 kommen wir endlich am CP an. Eine deutsche Familie ist auch noch dort. Wir beginnen sofort zu Kochen (Reis mit Currygemüse --> typisch Afrika), vorher bauen wir aber noch das Zelt auf. Das Abwaschen verschieben wir auf morgen.

Um ca. 20:30 fallen wir beide komplett k.o. ins „Bett“.

180,2 km

3. Tag, 24.10.2006: Lake Manyara NP - Karatu

Um 6:00 läutet der Wecker. Wir bauen gleich das Zelt ab und verstauen alles. Anschließend gehen wir dann noch duschen, weil der CP so schöne Anlagen hat. Um 7:00 starten wir los. Als erstes fahren wir den Endabash-Circuit, da ist aber leider nichts zu entdecken. Der Circuit endet wieder beim CP. Wir fahren weiter über Bagayo bis nach Endala. Dort fahren wir eine Runde aus, wo immer wieder ganz schöne, frische Löwenspuren zu sehen sind. Und als wir einmal ganz herum gefahren sind entdecken wir auch tatsächlich die Löwen. Zuerst eine Löwin mit einem Jungen (voll süß!). Die Löwin hat ein schlechtes Bein und hinkt. Dann entdecken wir noch zwei Löwinnen. Wie viele es insgesamt sind können wir nicht erkennen, aber im Gebüsch tut sich noch einiges. Auf der Weiterfahrt sehen wir Ranger, die die Innereien eines Stachelschweins von der Straße räumen. Die Löwenspuren daneben sind noch deutlich zu sehen.Löwenbaby am Endala Circuit

Nach diesem Erlebnis fahren wir zur Msasa Picnic Site. Das ist ein nettes Plätzchen auf einem Hügel mit schöner Aussicht auf den See. Nur leider sind massenhaft Leute dort (einige Busse). Wir machen erstmal Kaffee und frühstücken (ca. 11:00 – 12:00). Anschließend fahren wir noch einen Circuit. Dort stehen ein paar Giraffen direkt neben der Straße. Ein Stück weiter sehen wir zwei kleine Elefanten und als wir sie filmen, laufen hinter uns noch zwei aus dem Gebüsch. Die Piste führt zu einer Straße, auf der wir gestern schon gefahren sind. Bei einer Giraffenherde bleiben wir eine Weile stehen. Anschließend fahren wir dann weiter zu einem kleinen See mit Pelikanen, die wir auch schon am Vortag gesehen haben. Dort verbringen wir ein Weilchen in Ruhe. HippopoolEs gibt auch massenhaft Hippos zu sehen. Zwei davon kämpfen kurz. Um 13:45 fahren wir dann weiter. Beim Ausgang aus den NP schauen wir noch kurz ins Museum. Das wurde 1962 errichtet, aber seither haben sie offenbar nichts mehr getan. Es sind bloß ein paar Knochen und einige staubige, ausgestopfte Tiere zu sehen. Nach der kurzen Besichtigung verlassen wir den NP.

Die Straße Richtung Ngorongoro steigt total steil an. Auf dem "Gipfel" (1.600 m) ist ein Aussichtspunkt, bei dem wir für einen Schwenk kurz stehen blieben. Danach fahren wir bis Karatu weiter. Dort tanken wir (40 l Diesel TZS 54.675,00) und wollen in einem Mini-Supermarkt Bier, Wasser, Obst und Gemüse kaufen, aber bis auf Bier gibt es nichts. Die Lady dort meint, dass Bananen auf dem Markt erhältlich sind. Also fahren wir zum Markt. Wolfgang bleibt beim Auto und ich mache mich auf den Weg. Gerade als ich umdrehen will, weil ich nur Schuhe, Töpfe und Schaffeln sehe, entdecke ich hinter einer Mauer einen Gemüsemarkt. Dort kaufe ich 6 Tomaten (TZS 500,00), 2 Avocados (TZS 300,00) und 10 Bananen (TZS 500,00). Zwei Mädels flechten sich gegenseitig eine typisch afrikanische Zöpfchen-Frisur. Als ich diese bewundere, flechten sie mir auch gleich zwei Zöpfe und es gibt den vollen Menschenauflauf.

Nach dem Einkauf fahren wir zum Ngorongoro Resort, wo man laut Reiseführer auch campen kann, aber dort sagt man uns, dass dieser CP ca. 1,5 km weiter entfernt ist. Also fahren wir dort hin und checken um USD 5,00 p.P. ein. Wir räumen dann mal das ganze Auto um, damit wir unsere Sachen leichter finden. Und wir beschließen, dass wir künftig das Zelt und die Matratzen am Dach transportieren werden. Dazu brauchen wir aber ein Seil. Als wir an der Rezeption fragten, ob wir im Ort eines bekommen, schicken sie uns gleich einen Mitarbeiter mit. Wolfgang fährt mit ihm in den Ort zu einem Shop seiner Familie. Sie sperren das Auto gar nicht ab, weil er meint, das ist schon sicher. Ich gehe inzwischen mit dem Rezeptionisten um Holzkohle in die Nachbarschaft. Er kennt dort eine Familie, die die Kohle herstellt. Ich kaufe einen Sack voll. Wolfgang kommt dann mit ein paar Seilen der etwas anderen Art zum CP zurück. Die Seile bestehen aus den zusammengeklebten Schläuchen von alten Autoreifen. Wie sich herausstellt, sind diese Seile total praktisch.

Nach dieser ganzen Action kochen wir Nudeln mit selbstgemachtem Tomaten-Zwiebel-Ketchup-Sugo. Nach dem Abwasch verstauen wir die Kohlen noch auf dem Autodach. Naja, mal sehen... Wir setzen uns dann noch einmal in die Küche zum Tagebuchschreiben. Eine Gruppe Engländer ist auch da. Plötzlich kommen Musiker und es gibt eine kleine Vorführung. Zuerst zwei Tänzer, dann Akrobatikeinlagen wie im chinesischen Zirkus und zum Abschluss Hakuna Matata. Anschließend gehen wir noch duschen und um ca. 22:00 ins Bett.

97,8 km

Herzlich willkommen!

Wir sind Judith und Wolfgang

judithwolfgang

Beide mit dem Reisevirus infiziert, passionierte Defender-Fahrer und Overlander.

Es gibt so viel zu sehen und zu erleben. Begleite uns ein Stück des Weges!

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