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Tarangire NP

10. Tag, 31.8.2006: Engaruka - Mto Wa Mbo - Tarangire NP

Heute stehen wir erst um 6:30 Uhr auf und machen Frühstück (Kaffee und Marmeladebrote). Wir leeren noch einen Kanister Diesel in den Tank, verstauen das ganze Zeugs und um 8:00 Uhr fahren wir los. Wir nehmen Israel mit nach Mto Wa Mbo und noch einen "Guide" bis ins nächste Dorf. Um 9:30 Uhr erreichen wir Mot Wa Mbo.

Als erstes gehen wir zur Post und geben die Karten auf (TZS 500,00 Porto). Anschließend geht Israel mit mir zu einem Standl, wo man die bunten Maasai-Decken bekommt. Er meint, dass es besser gewesen wäre, diese in Engaruka zu kaufen. Wenn wir gewusst hätten, dass es die dort gibt... Der Händler will für 3 Stück TZS 45.000,00. Letztendlich bezahle ich TZS 22.000,00. Israel meint, das ist das absolute Maximum. Wir wollen dann Eis für die Kühlbox kaufen, aber 1,5 l kosten TZS 2.000,00. Das lassen wir dann. Wir gehen dann um Getränke, aber der Verkäufer dort spinnt ja total. Der Typ will für 8 Bier, 8 Cola und 12x 1,5 l Wasser TZS 310.000,00!!! Das sind USD 300,00. Dem fehlt ja jeder Realitätsbezug. Ich sage ihm, dass ich da seine ganze Hütte dazubekomme um das Geld und so gehen wir weiter und kaufen in einem Pub 11 x 1 l Wasser, 8 Bier und 8 Cola um TZS 13.600,00. Das geht halbwegs. Dann gehen wir noch in einen Laden um 2 kg Reis, 1 kg Maismehl und 2 kg Brot. Da will mich der Verkäufer mit dem Reis linken. Der Verkäufer gibt mir nur 1 kg, verrechnet aber 2 kg. Mir ist das aber Gott sei Dank gleich aufgefallen. Man merkt, dass viele Touristen auf dem Weg in die großen Nationalparks durch diesen Ort kommen und ihre Vorräte auffüllen, weil sonst nirgendwo so oft und so extrem versucht wurde, uns abzuzocken. Anschließend gehen wir dann noch auf den Markt und kaufen 10 Tomaten (500,00), 12 Bananen (500,00), 2 Paprika (200,00), 2 Avocados (200,00), 4 Karotten (400,00). Wir wollen dann eigentlich mit Israel essen gehen, aber der Lunch ist noch nirgends fertig (11:00). So lassen wir ihn dann aussteigen, geben ihm ein Trinkgeld für die Hilfe bei den Einkäufen und fahren zum Twiga CP, wo wir uns im dort untergebrachen Restaurant ein Menü (TZS 8.000,00 p.P.) leisten. Chickensoup (wir leeren die ganze Schüssel), Beef gegrillt mit Kartoffeln und Gemüse, und frische Früchte als Dessert. Es ist himmlisch. Nach 2 Std. Mittagspause starten wir Richtung Tarangire Nationalpark.

In Makuyuni tanken wir (90 l – TZS 125.800,00). Bei der Tankstelle verkaufen uns dann noch ein paar Jungs zwei ElefantenT-Shirts (á TZS 8.000,00 + Feuerzeug + Kuli). Jetzt haben wir fast keine Tanzania-Schilling mehr. So ein Sch..., weil die NP-Gebühr für das Auto in TZS zu zahlen ist. Am Tarangire RiverWir müssen daher beim Gate im Shop USD 10,00 wechseln --> TZS 11.500,00 (statt 13.000,00). Um 15:30 Uhr fahren wir in den NP und suchen uns gleich mal unseren CP (USD 30,00 p.P.), da dieser GPS-mäßig noch nicht erfasst ist und wir wissen wollen, wohin wir am Abend fahren müssen. Nachdem wir den CP in unserem GPS erfasst haben, fahren wir eine unbekannte Straße entlang zum Fluss. Da bemerkt Wolfgang, dass er noch einen Zecken am Kopf hat. Und was für einen. Wir kommen kurz danach zu einer Herde Elefanten mit zwei Babys und fahren dann ein Stück flussabwärts, wo wir einigen Zebras und Gnus begegnen. Auf dem Rückweg überqueren wir den Fluss. Dort können wir dann die Elefantenherde ganz nahe an der Straße beobachten.Rüssel an Schwanz Nachdem wir uns dann doch einmal von dem Elefantenbaby losreißen können, haben wir es schon eilig zum CP zurückzukommen, weil es schon 18:00 Uhr ist. Wir entdecken eine Abkürzung, bei der wir uns einmal kurz verfahren, aber dann doch noch zum CP finden. Wir legen am Retourweg noch einen kurzen Fotostop bei einem der vielen riesigen Baobabs ein und um 18:30 Uhr erreichen wir unseren CP. Wir sind heute die Einzigen auf diesem CP. Es gibt super Waschanlagen mit Dusche und zwei WC's. Wir stellen gleich mal das Zelt auf, bevor es komplett finster wird. Leider ist es total windig. Da außer uns keiner hier ist, duschen wir bei offener Tür (ohne Taschenlampe im Mondlicht). Dann kommt aber doch ein Auto, das ist aber nur der Ranger. Um 19:30 Uhr liegen wir im Bett – wir müssen ja wegen dem tollen Lunch heute nicht mehr kochen. Zeckenuntersuchung: negativ.

Ein idyllischer ZeltplatzDiese Nacht sollte sehr unruhig werden. Der Wind erreicht Sturmstärke. Ich schlafe um 22:30 Uhr noch immer nicht. Als ich dann doch endlich einschlafe, kommt um 23:48 Uhr ein Auto zum CP. Das ist schon sehr eigenartig. Es wendet zwar wieder und fährt langsam davon, aber ein mulmiges Gefühl bleibt. Als das Auto schon 20 Minuten weg ist, wird plötzlich Wolfgang munter. Ich erzähl ihm das ganze und von da an machen wir beide kein Auge mehr zu. Ich schlafe erst wieder gegen 3:00 Uhr ein, als die Zebras neben dem Zelt grasen. Die wirken aber sehr beruhigend. Um 5:00 Uhr bin ich schon wieder munter, weil der Wind wieder anfängt das Zelt zu schütteln.

181,8 km

11. Tag, 1.9.2006: Tarangire NP - Kwa Kuchina

WasserbüffelherdeUm 6:00 läutet der Wecker, aber wir sind beide nach dieser Nacht so k.o., dass wir noch liegen bleiben. Als wir aufstehen sind zwei Giraffen mit einem Baby zu Besuch am CP. Das ist wieder total schön. Wir räumen alles zusammen und befreien es vom Sand und fahren dann erst um 7:30 Uhr los - wieder Richtung Fluss. Bei einem Wasserloch beobachten wir die Giraffen, die uns schon am CP besucht haben, beim Trinken. Wir fahren ans andere Flussufer und sehen gleich zu Beginn eine Riesenherde Büffel, die sich vom Fluss wegbewegt. Ein Wahnsinn – das sind sicher 200 Stück. Wir kommen dann zu einer Picnicsite, von der aus man einen sehr schönen Ausblick auf den Fluss hat, an dem gerade drei Elefanten trinken. Wir sprechen mit einem Guide, der uns beschreibt, wo er heute Früh schon Löwen gesehen hat. So beschließen wir, uns dorthin auf den Weg zu machen. Auf dem Weg dorthin fahren wir aber noch so ziemlich alle Loops ab, die es gibt.

Wir queren den Fluss noch einmal und bei der beschriebenen Abzweigung entdecken wir tatsächlich eine Löwin und ein Männchen (das Größte, das wir je gesehen haben). Leider verschwinden sie kurz darauf im hohen Gras. Wir wollen ihnen folgen und fahren den Loop noch fertig, aber leider geht der Weg in die falsche Richtung weiter. So verlieren wir sie aus den Augen. Als wir den Fluss erneut queren wollen, sichtet Wolfgang viele Geier, die alle an einem bestimmten Punkt landen. Wir können aber von der Straße aus nichts sehen. Am Gegenhang geht die Straße bergauf und wir fahren dort hin. Tatsächlich können wir mit dem Fernglas einen Riesenkadaver ausmachen. Es dürfte sich um einen Büffel handeln, auf dem sich die Geier tummeln. Wir beschließen, aufgrund unseres TZS-Mangels, der vielen Tse-Tse-Fliegen und des nicht wirklich soo aufregenden Tierreichtums den Tarangire NP heute schon zu verlassen, in Arusha einen Ruhetag einzulegen und dann den Arusha NP zu besuchen. Durch eine Ansammlung von Autos werden wir noch auf Löwen aufmerksam, die aber am anderen Flussufer sind. Wir kehren um und fahren gleich hin. Die Löwen sind zwar inzwischen weitergezogen, aber wegen der vielen Autos rudum sind sie dann doch leicht zu finden. Es sind drei Löwendamen, die sich – wir vermuten es mal – aus der dahinter grasenden Zebraherde eines holen. Denn plötzlich teilen sie sich und bewegen sich schnurstraks auf die Zebras zu. Wie es ausging wissen wir leider nicht.

Gnuherde am WasserlochBei der Picnicsite machen wir unseren Lunch (1 Avocado mit Brot bzw. Marmeladebrot) und um 13:00 Uhr fahren wir dann wieder weiter. Wir beschließen noch einmal zum Wasserloch in der Nähe unseres CPs zu schauen. Hier herrscht ein echter Gnuauflauf. Dann kommt noch Familie Warzenschwein und ein Haufen Mongooses. Luxusküche am Maasai CampingplatzUm 15:00 Uhr verlassen wir den NP. Wir beschließen heute Nacht auf dem Lake View CP zu bleiben. Vorher schauen wir noch bei zwei Souvenirstandeln wegen einem Speer, aber die haben nicht das was ich will. So fahren wir zum CP (USD 5,00 p.P.). Puhh, das ist auch wieder ein Abenteuer. Der CP gehört anscheinend drei Maasai, die nicht Englisch können. Es sieht aber so ganz nett aus. Die Maasai helfen uns sogar beim Zelt aufbauen. Vom Zelt aus sieht man sehr schön auf den Manyara See. Wir sitzen in der "Lobby", schreiben das Tagebuch, lesen etwas und genehmigen uns ein Cola. Um 17:00 Uhr beginnen wir zu kochen. Heute gibt es ein echt feudales Menü. Als Vorspeise Guacamole auf Toastbrot, Letscho mit Kartoffeln und ein Bierchen. Nach dem Abwasch trinken wir noch in der "Lobby" das Bier aus. Wir bekommen von unseren Maasai sogar eine Gaslaterne für heute Nacht. Die drei sind wirklich sehr aufmerksam und freundlich.

119,8 km

12. Tag, 2.9.2006: Kwa Kuchina - Moshi

Um 6:00 Uhr läutet der Wecker, aber wir bleiben noch bis 6:30 Uhr liegen. Zum Frühstück gibt es Kaffee + Ananasmarmeladebrot und wir diskutieren über das "Unternehmen Zanzibar". Um 8:00 Uhr starten wir Richtung Arusha.

Nach zwei Stunden Fahrt kommen wir dort an. Als erstes fahren wir in die Wechselstube (USD 500,00 = TZS 660.000,00) und anschließend ins TTB-Office. Dort erkundigen wir uns, wie wir am Besten nach Zanzibar kommen. Die Dame meint, wir sollen gleich nebenan zu Easy Travel gehen, weil die auch ein Büro in Dar es Salam und Zanzibar haben. Willy, bei dem ich letztes Mal war, erkundigt sich noch total nett wegen Engaruka, ob alles gepasst hat. Der Herr vom Easy Travel-Büro bemüht sich auch sehr und empfiehlt uns ein Hotel in Dar und gibt uns die Telefonnummer von der Dame im Dar-Büro. Er meint, wir können das Auto in diesem Hotel sicher parken. Nach dem Reisebüro suchen wir uns noch ein Internet-Café und schreiben ein paar Zeilen heim (1/2 Std. = TZS 700,00). Dann stauen wir uns wieder mal zum Shoprite. Wolfgang kauft noch ein paar Dinge und ich besorge uns ein Take-away-Mittagessen (Chickennuggets + Pommes).

Um ca. 13:00 Uhr fahren wir in Richtung Moshi (auf der Umfahrung). Teilweise fahren die Einheimischen wie die Wilden. Um 15:00 Uhr kommen wir am Honey Badger-CP in Moshi an (USD 5,00 p.P.). Wolfgang putzt das ganze Auto und ich wasche die Wäsche. Wolfgang hat die totalen Probleme mit seinen Tse-Tse-Fliegenstichen. Seine Knöchel sind total geschwollen und rot. Um ca 17:15 Uhr beginnen wir zu kochen, es gibt Rindfleischgeschnetzeltes mit Kartoffeln, Nudeln und Gemüsesugo. Das ist echt lecker, aber viel zu viel für unseren geschrumpften Magen. Anschließend machen wir den Abwasch und kochen das Kaffeewasser für morgen.

208,4 km

Herzlich willkommen!

Wir sind Judith und Wolfgang

judithwolfgang

Beide mit dem Reisevirus infiziert, passionierte Defender-Fahrer und Overlander.

Es gibt so viel zu sehen und zu erleben. Begleite uns ein Stück des Weges!

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