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Nordtour

1. Tag, 20.7.2002: Linz - München - Paris - N.Y. - San José

Um 2:11 Uhr mitten in der Nacht fahren wir von Linz in Richtung München, von wo wir pünktlich um 7:10 Uhr abfliegen und um 8:50 Uhr in Paris landen.

Beim Boarding für N.Y. wird Wolfgang im Fingerdock nochmals bis auf die Socken gefilzt. 9/11 lässt grüßen. Mit 50-minütiger Verspätung starten wir Richtung Newark. Endlich - wir sind schließlich schon 12 Stunden unterwegs - bekommen wir was Gescheites zum Essen (Hühnerfilet mit Kartoffeln + Ratatouille, Salat, Baguette, Kaffee, ...).

Wir vertreiben uns die Zeit mit ein bisschen Film schauen und schlafen und landen um 12:50 Uhr (NY-Zeit = 18:50 Uhr MEZ) in NY-Newark. Wir müssen durch die Immigration und bekommen das Gepäck, nachdem wir lange in einer Schlange stehen. Das große Gepäck wird noch durchleuchtet, bevor wir es wieder einchecken... Eine eigenartige Vorgehensweise... Wir müssen auch nochmals durch eine Sicherheitskontrolle, um zu unserem Gate zu kommen. Im Duty Free kaufen wir noch Zigaretten und Schnaps. Mit diesem ganzen Prozedere bringen wir fast die Hälfte der 4,5 Stunden Wartezeit hinter uns. Mit 45 Minuten Verspätung heben wir um 17:45 Uhr in N.Y. ab. Zum essen gibts das Übliche (Chicken or Beef) und wir schlafen viel.

Um 20:25 Uhr landen wir in San José. Die Immigration klappt gut und relativ zügig. Mit dem Taxi fahren wir ins Hotel Vesuvio (25 Minuten). Dort angekommen, teil uns der Rezeptionist mit, dass sie keinen Platz für uns hätten und wir in ein anderes Hotel müssten. Das fängt ja gut an. Mit einem Taxi, welches vom Hotel bezahlt wird, erreichen wir endlich um kurz nach 22:00 Uhr das Hotel „Parque del Largo“. Wir beziehen das Zimmer, duschen und fallen total k.o. nach 28 Stunden Reise ins Bett.

2. Tag, 21.7.2002: San José - Alajuela - Vulkan Poás - Laguna del Lagarto Lodge

Der Tag beginnt mit einem köstlichen Frühstück aus schwarzen Bohnen mit Reis – das nennt sich Gallo Pinto und ist ein Nationalgericht, dazu Eierspeis, Toast und Kaffee. Um 9:00 Uhr geht's mit dem Taxi zur Autovermietung, von wo wir nach 1-stündiger Bürokratie endlich mit unserem grauen Daihatsu Terios losfahren.

Wir fahren auf dem Panamerican-Highway nach Alajuela, Fraijanes und weiter nach Poasito zum NP Volcan Poás (6.570,00 C Eintritt). Wir haben Glück und sehen den Krater und den See ohne Nebel! Das ist wirlich ein Riesenglück, denn eine ¾ Stunde später ist schon wieder alles zu. Krater des Vulkan PoasDer Vulkan ist wirklich beeindruckend. Anschließend spazieren wir noch zum Boto Lagos, das ist der alte Krater. Auf dem Rückweg Richtung Parkplatz nehmen wir die Abzweigung zum Nebelwald, wo wir ganz alleine unterwegs sind und einen riesigen Vogel entdecken. Vor der Weiterfahrt besuchen wir noch das Museum und den Souvenirshop.

Es geht zurück nach Poasito, dann links weiter Richtung Puerto Viejo. 20 km vor San Miguel kommen wir am Wasserfall La Paz vorbei. Von da an haben wir lange einen LKW vor uns und überholen ist auf dieser Straße fast nicht möglich, weil es so eng und kurvig ist. In San Miguel biegen wir links ab, nach Venecia und Aguas Zarcas und weiter nach Pital, wo die Schlaglöcher beginnen. In Veracruz, ist es dann aber ganz vorbei mit der „Straße“. Die nächsten 5 km sind ein wahres Abenteuer: Schlaglöcher, tief mit Wasser gefüllt, in denen das ganze Auto Platz hätte, steil bergauf und bergab. Erst die letzten 25 km sind wieder halbwegs angenehm.

Kurz vor 18:00 Uhr kommen wir in unserer heutigen Unterkunft,  der Laguna del Lagarto Lodge an. Der Besitzer ist ein Deutscher und wir treffen dort die Niederösterreicher, die wir schon beim Vulkan gesehen haben, wieder. Um 18:30 Uhr ist Candle-Light-Dinner angesagt. Es gibt Palmherzensalat, Gulasch (das Pächter-Ehepaar ist aus Ungarn), Gallo Pinto, Orangensaft und Bananenmus. Es ist köstlich. Als es dunkel wird, gehen wir zur Krokodilfütterung zum nahe gelegenen Teich. Danach sitzen wir noch auf der Terrasse, lauschen den Geräuschen des Urwalds und schreiben das Reisetagebuch.

177 km 

3. Tag, 22.7.2002: Laguna del Lagarto Lodge

Dorf am Rio San CarlosIn der Früh gibt es ein delikates Frühstück und anschließend fahren wir wir mit den Autos ein Stückchen die Straße zurück (bis Santa Rita). Dort bekommen wir Gummistiefel verteilt und stapfen durch den Schlamm zu einem Boot, mit dem wir den „Rio San Carlos“ flussabwärts bis zur nicaraguanischen Grenze fahren. Auf dem Weg dorthin sehen wir einige Leguane und fahren auch an einigen netten kleinen Dörfern vorbei. An der Grenze zu Nicaragua trifft der Rio San Carlos auf den Rio San Juan. Dort kehren wir mit dem Boot um und legen im Grenzort Boca San Carlos an, wo wir auf einen Drink einkehren und uns im Dorf ein wenig umsehen. Anschließend schippern wir wieder flussaufwärts zur Lodge bzw. zu den Autos retour. Am Rückweg entdecken wir noch einige Krokodile, Leguane und Basilisken, sowie schöne Vögel. Krokodil am FlussuferKurz nach 12:00 Uhr kommen wir wieder in der Lodge an. Wolfgang schmaust ein Sandwich und wir trinken Cola. Bis 14:00 Uhr ist Siesta auf der Terrasse angesagt.

Am Nachmittag brechen wir mit Doris und Georg (den 2 Niederösterreichern) und einem Guide zu einer Dschungelwanderung auf. Unser Guide zeigt uns zwei Arten von Pfeilgiftfröschen, lange Straßen von Blattschneiderameisen und Termiten. Zuerst wandern wir durch den Secondary Forest, und dann erst dringen wir in den Primary Forest vor. Das letzte Stück der Wanderung geht es ca. 20 Minuten auf der Straße zur Lodge zurück.

Danach müssen wir uns unbedingt auf der Veranda ausruhen, da die Wanderung im tiefen Morast und mit den Gummistiefeln doch sehr anstrengend ist. Um 18:30 Uhr bekommen wir wieder ein leckeres Abendessen serviert (Faschierter Braten, Kartoffelpürree, Gemüse, Salat und Ananas) und plaudern noch viel mit dem Besitzer der Lodge, sitzen anschließend noch mit Doris und Georg auf der Veranda zusammen, schreiben das Tagebuch, und nehmen einen Drink.

4 km

4. Tag, 23.7.2002: Boca Tapada - Pital - Fortuna

Wir packen schon vor dem Frühstück unsere Sachen zusammen. Um 7:00 Uhr frühstücken wir (Eierspeis + Gallo Pinto, Kaffe, Saft, Kochbananen) und verlassen um 8:20 Uhr die Lodge. Wir nehmen einen anderen Weg retour nach Pital als den, auf dem wir gekommen sind. Diese Straße ist viel schöner, und so machen wir ½ Stunde Zeit gut. In Pital tanken wir (18 l = 3.750,- C) und kaufen Wasser und Leckereien ein. Dann geht's weiter Richtung Muelle und Fortuna.

Um 11:40 Uhr kommen wir im Hotel Las Cabanitas in Fortuna an. Das Zimmer ist noch nicht fertig und so fahren wir in den Arenal NP (6 $ Entritt). Irgendwie kommt es uns komisch vor, weil überhaupt keine Leute dort sind. Wo sind nur die unzähligen Touristen, die man in Fortuna sieht??? Wir fahren zum Aussichtspunkt und machen uns von dort aus auf eine Wanderung über die Lavafelder auf. Da es aber zu regnen beginnt und auch der Berg gänzlich im Nebel verschwindet, gehen wir den Rundweg aber nicht fertig. Beim Aussichtspunkt genehmigen wir uns ein Picknick und diskutieren, ob wir vielleicht bei einem falschen Parkeingang reingefahren sind. Wieder retour auf der Straße fahren wir daher noch ein Stück weiter, aber da ist definitiv nichts mehr. Auf dem Heimweg nach Fortuna sehen wir, dass bei den Thermalbädern Tabácon sehr viel los ist. Komisch?! Sind die anderen Touristen nur wegen dem baden in den Thermalquellen hier? Zurück im Hotel beziehen wir unsere Cabanitas und sitzen ein Weilchen auf der Veranda bevor wir dann noch in den Pool hüpfen. Danach fahren wir wieder in die Stadt rein.

Wir parken das Auto vor der Polizei und suchen uns eine Soda (Soda La Parada) in der wir unser Abendessen genießen. Casado Carne und Casado Chuleta (Casado = Reis), schwarze Bohnen, Salat, Kochbananen + Fleisch nach Wahl. Das ist echt mega-lecker und supergünstig. 1 Essen = 3 $. Um kurz nach 19:00 Uhr sind wir wieder retour im Hotel, schreiben das Tagebuch und machen einen Plan für den nächsten Tag.

142 km

5. Tag, 24.7.2002: La Fortuna Wasserfall - Vulkan Arenal

Um 7:00 Uhr gibt's Frühstück (Eierspeis, Gallo Pinto, Kaffee, Saft, Kochbananen, Käse, Toastbrot). Der Vulkan ist komplett zu und so beschließen wir, eine Wanderung zum „Cascada La Fortuna“ zu machen.

Mit dem Auto gehts wieder in die Stadt und von dort marschieren wir los zum Wasserfall. Es geht ca. 1 km auf der (asphaltierten!) Straße und dann rechts weitere 4 km auf Schotter. Der letzte km hat es wirklich in sich: es ist sehr steil und es immens heiß. Auf dem Weg kehren wir bei einem Hängemattenshop auf eine Kokosnuss ein (á 200 C), das ist echt lebensrettend. Nach gut 2 Stunden Gehzeit kommen wir beim Wasserfall an. Es ist echt traumhaft schön! Wir stürzen uns gleich in die Fluten und suchen uns anschließend ein ruhiges Platzerl zum Relaxen. Kurz nach Mittag packen wir wieder unsere Sachen zusammen und machen uns an den Aufstieg. Oben beim Ausgang trinken wir noch ein Fanta und treten dann gestärkt und erfrischt den Heimweg an.

Vulkan ArenalAuf dem Weg ins Tal sehen wir den Vulkan erstmals für ganz kurze Zeit frei von Wolken - SUPER! Wieder retour in Fortuna suchen wir uns noch einen Supermarkt um ein paar Lebensmittel einzukaufen. Danach fahren wir nochmals Richtung Vulkan und machen bei einem netten Platzerl ein Picknick (Schinken-Käse-Sandwiches, Milch, Orangen). Dabei beobachten wir einige Touristenbusse, die zu einem Aussichtspunkt abbiegen. Also fahren wir nach unserem Lunch auch dorthin. Wolfgang fragt dort, was man hier tun kann und uns wird gesagt, dass man hier anscheinend bei Dunkelheit den roten Schein des Vulkans sehen kann, und so beschließen wir am Abend nochmals her zu fahren. Ich frage auch noch unseren Rezeptionisten, ob man den roten Schein des Vulkans auch wirklich sehen kann und von wo aus man die beste Sicht hat. Er meint beim Hotel „Montana La Fuego“.

Also fahren wir um 17:30 Uhr dort hin und suchen uns einen schönen Aussichtspunkt. Wir warten fast 2 Stunden --> leider umsonst. So fahren wir um 19:30 Uhr ins Hotel zurück und studieren den Reiseführer und die Pläne für morgen.

50 km

6. Tag, 25.7.2002: Fortuna - Nuovo Arenal - Tilaran - Monteverde

Um 7:15 Uhr gehen wir frühstücken (siehe gestern + zusätzlich ein "Krabbelviech"). Wir tanken noch (12 l) und starten dann Richtung Nuevo Arenal. Der Weg führt über die Staumauer des Arenal-Sees. Ab hier ist tiefster Dschungel und die Straße ist schlecht - zwar asphaltiert, aber Riesenschlaglöcher. Ein paar Kilometer ist auch eine Schotterstraße dazwischen. Um ca. 10:00 Uhr kommen wir in Nuevo Arenal an. Wir wollen Geld wechseln gehen, aber die Bank ist geschlossen – heute ist Feiertag... In einer deutschen Bäckerei kehren wir auf Kaffee und Kuchen ein (1.500 C). Danach wollen wir noch einen Abstecher zum Lago Cote machen, aber man kommt nicht sehr nahe an den See heran.

So fahren wir nach Tilaran weiter. Kurz nach Tilaran biegen wir links auf eine Schotter- und Steinstraße in Richtung Santa Elena ab. An dieser Kreuzung besprechen wir kurz mit einem entgegenkommenden Jeep voll Italienern den weiteren Weg. Mitten in der Pampa legen wir mal eine Pause ein, weil uns beiden wegen der wahnsinns Straße schon schlecht ist. Die Landschaft sieht hier komplett anders aus. Überall sind saftig grüne Hügel, auf denen Kühe weiden. Weiter gehts durch Santa Elena in Richtung Monteverde bis zum Hotel Heliconia. Als wir einchecken wollen, bemerken wir, dass auf dem Voucher ein anderes Hotel steht als in der Routenbeschreibung. So fahren wir weiter bis nach Monteverde zur gebuchten Trapp Familiy Lodge.

Diese Lodge ist unmittelbar in der Nähe des Nationalpark-Eingangs. Die „Straße“ dorthin ist katastrophal und außerdem beginnt es zu schütten (wie jeden Tag ab ca. 15:00 Uhr). Wir beziehen unser Zimmer (a bissl viel Viecher, aber sonst sehr schön) und begeben uns dann nochmals talwärts zu einem Supermarkt und zur Stella's Bakery wegen einer Jause für morgen. Außerdem wollen wir in die im Reiseführer beschriebene Soda Cerro Verde essen gehen, aber die gibt es leider nicht mehr. So entscheiden wir uns für eine Pizzeria. Es ist zwar sehr köstlich, aber halt nicht landestypisch. Nach dem Abendessen fahren wieder zurück in die Lodge, schreiben das Tagebuch, lernen ein paar nützliche Vokabel und schreiben die ersten Ansichtskarten.

137 km

7. Tag, 26.7.2002: Monteverde Reservat

Um 6:30 Uhr gibts Frühstück. Das ist ja irre, wie im Film. Es gibt Marmelade, Honig, Butter, Käse, Müsli, Kaffee, Früchte, Eierspeis, Gallo Pinto = voll lecker. Um 7:20 Uhr gehen wir trotz strömenden Regen zum Reservat (20 Minuten von der Lodge weg Eintritt 12 $ pP).

Wir starten unsere Wanderung  auf dem Weg „Sendero Bosque Nubosco“, wo wir Brüllaffen hören, aber leider nicht zu Gesicht bekommen. Beim Pkt. 15 der Wanderkarte biegen wir auf den „Sendero El Camino“ ab, auf dem wir ein Stück zurückgehen, bis rechts der „Sendero Puerte“ abzweigt. Kurz darauf kommen wir zu einer imposanten Hängebrücke, von der man einen tollen Blick in die umliegenden Baumkronen hat. Zum Glück wird der Regen etwas weniger. Hier wachsen bis zu 12 m hohe Baumfarne, sehr schön. Weiter geht's auf dem „El Camino“ zum „Sendero Brillante“ bis zum Aussichtspunkt „La Ventana“, der direkt auf der kontinentalen Wasserscheide liegt (1.580 m). Hier weht ein ordentlicher Sturm den Nebel ganz dicht über die Berge.

Nebelwald im Monteverde Reservat

Von dort gehen wir den „Sendero Pantonoso“ weiter. Hier stehen immens hohe Bäume im sumpfigen Boden. Der Wald gleicht einem Märchen- und Sagenwald. Es ist nebelig und wir sind von mit Moosfetzen behangenen Baumriesen umgeben. Wir wandern weiter zum „Sendero Rio“, der an einem

Fluss (Quebrada Cuecha) entlang führt. Wir halten angestrengd nach dem Quetzal Ausschau, aber leider können wir ihn nicht entdecken. Kurz vor dem Wasserfall machen wir unser Mittagspicknick (Schinken-Käse-Sandwiches). Nach einem Abstecher zum Wasserfall nehmen wir den „Sendero Bosque Eterno“ in Richtung Ausgang. Einen kurzen Abstecher machen wir noch zum „Sendero George Powell“, in der Hoffnung, doch noch Affen oder den Quetzal zu sehen. Stattdessen entdeck Wolfgang ein gelbes, schwein-ähnliches Tier mit Haaren. Später erfahren wir, dass es sich um ein Aguti handelt. Beim Ausgang sehen wir noch einen Nasenbären. Wir wollen nochmals zurück zu der Stelle, wo wir in der Früh die Brüllaffen gehört haben, als wir in der Nähe zwei Gruppen von Touristen in die Bäume blicken sehen. Und tatsächlich ist da eine Brüllaffenfamilie zu sehen. Sehr beeindruckend! Um 13:40 Uhr treten wir nach 6-stündiger Tour den Heimweg an. Auf dem Rückweg machen wir noch einen Abstecher zu einem Kolibrihaus, wo total viele verschiedene Kolibris zu beobachten sind, die zu einem Futterautomaten kommen.

Wir fahren ins Hotel zurück und dann nach Santa Elena auf die Bank. Da sind zwar eine Menge Leute (inkl 2 Bewaffnete in kugelsicheren Westen), aber das Wechseln geht rasch (20 Minunten). Wir such auch noch die Post. Nach 2 Fehlinformationen finden wir sie doch noch, kaufen Briefmarken und geben unsere Ansichtskarten auf. Telefonieren kann man hier aber nicht. Also fahren wir wieder in die „City“ und in einem Restaurant können wir eine Telefonwertkarte kaufen(3.000 C = 9 $ = 9 €). Von einer Telefonzelle aus rufen wir dann meine Eltern daheim aus dem Bett (daheim ist es 23:30 Uhr) und berichten ihnen von unserer Reise. Dann gehen wir noch Mitbringsel-kaufen in einen Souvenirshop (2 T-Shirts) und in einen Supermarkt (Kaffee). Danach verspeisen wir in der Soda „La Central“ noch ein Sandwich mit Huhn und Chips und anschließend fahren wir zurück zur Lodge, wo wir den Plan für morgen studieren.

10 km

8. Tag, 27.7.2002: Monteverde - San José

Blick auf die grünen Hügel von MonteverdeWir frühstücken um 7:15 Uhr (siehe gestern, aber leider ohne Gallo Pinto). Vom Hotel fahren wir nochmals zur Post und geben noch 2 Karten auf. Dann verlassen wir Monteverde in Richtung Guacimal. Auf dem Weg müssen wir 100 C Maut bezahlen. Die Straße ist in einem katastrophalen Zustand, aber die Aussicht ist überwältigend. Man kann bis ans Meer zum Golf von Nicoya und weit in die grünen Hügel hinein sehen. In Guacimal fragen wir mal nach dem Weg und weiter geht es in Richtung Sardinal. Einmal versperrt uns eine Herde Kühe samt Cowboys den Weg und am Straßenrand sitzen Leguane - sehr idyllisch. Zwischen Guacimal und Sardinal beginnt eine ganz neu asphaltierte Straße, die aber erst ein Stück weit fertig ist. Dann fahren wir weiter auf der Panamericana bis San José, teilweise mit unglaublicher Geschwindigkeit (80 km/h) und teilweise nur mit gut 20 km/h. Die Straße ist sehr steil und kurvig und es sind viele LKWs unterwegs. Aber das ist ja auch die einzige Durchzugsstrecke.

Bei der Stadteinfahrt erwischen wir leider die falsche Abzweigung, aber nach einigem Suchen finden wir dann doch die richtige Richtung. Der Verkehr ist irre und die Leute gehen mitten auf der Straße herum ohne mit der Wimper zu zucken. Wir verfahren uns noch einmal kurz und fragen bei einer Polizeistation nach dem Weg zum Hotel. Wir sind eh nur zwei Straßen davon entfernt. Kurz nach 13:00 Uhr kommen wir im Hotel Vesuvio an.

Nach dem Einchecken machen wir uns auf den Weg zu einem im Reiseführer beschriebenen Stadtrundgang. Von der Mexikanischen Botschaft und dem gelben Kollonialhaus Casa Amarillo weiter zum Parque Espana und zum Parque Morazan in dem eine Kinderkapelle ein Konzert gibt. Vorbei am Hotel de Rey und am Variedades (100-jähriges Theater + Kino) zum Plaza de la Cultura. Hier gibt es fast nur Fast Food Ketten und es spielt sich total ab. Dort steht auch das Nationaltheater. Weiter zur Kathedrale und zum Parque Central (dort erleichtert sich eine Taube über Wolfgangs Rucksack). Von dort am Casonahaus vorbei (altes, verfallenes aber eigentlich schönes Haus) zur Iglesia del Carmen und weiter zur Banco Costa Rica und zur Hauptpost. Dort machen wir mal kurz Rast, bevor wir an der Avenida Central bis zum Mercado Central gehen. Da in San José leider keine Soda zu finden ist gehen wir zurück zum Plaza de la Cultura zum Mci. Es beginnt voll zu schütten. An der Hotel-Rezeption fragen wir wegen Handtüchern, Frühstück und dem öffentlichen Bus (für nächster Woche). Auf dem Zimmer machen wir mal eine große Rechnung und studieren die Pläne und schauen etwas TV.

158 km

Herzlich willkommen!

Wir sind Judith und Wolfgang

judithwolfgang

Beide mit dem Reisevirus infiziert, passionierte Defender-Fahrer und Overlander.

Es gibt so viel zu sehen und zu erleben. Begleite uns ein Stück des Weges!

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