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Bali (Zentrum)

15. Tag, Fr, 16.9.2016.: Ubud

Heute stehen wir zeitig auf und spazieren schon vor dem Frühstück zu den Reisterrassen, die gleich um die Ecke liegen. Die Sonne geht gerade auf und wir machen ein paar Bilder und genießen den Ausblick.

Dann gehen wir zurück, und um 7:30 Uhr gibt’s Frühstück. Wir bestellen uns Kaffee, eine Fruchtplatte, ein Omelette und Banana-Pancake. Daneben checken wir Mails und überlegen uns das Tagesprogramm.

IMG 2633Um 8:30 Uhr wird unser Moped geliefert, das wir für die nächsten drei Tage nutzen, und wir fahren gleich los. Heute schauen wir uns Ubud selbst und die nähere Umgebung an. Wir beginnen beim Goa Gajah, dem Elefantentempel. Auf dem Parkplatz kaufen wir uns einen Sarong. Im Tempel befindet sich eine Höhle, deren Eingang einem Monster gleicht und durch dessen Maul man die Höhle betritt, in der frührer vermutlich ein Einsiedler lebte. Heute sieht man im Inneren drei Phallus-Symbole, die verehrt werden und eine Ganeshastatue. Wir sind bald genug dort, sodass es noch ruhig zugeht.

Von Goa Gajah fahren wir zurück nach Ubud und besuchen den Affenwald. Das ist ein kleines Stück Dschungel mitten in der Stadt, in dem Horden von Langschwanzmakakken leben. Wir packen alles so gut es geht ein, doch die Affen machen den Reisverschluss des Rucksacks auf und stehlen unsere Plastik-Regenmäntel. Verflixt! Abgesehen davon ist es ganz lustig im Affenwald.

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Anschließend gehen wir zum Ubud Palace, der am Nachmittag für wenige Stunden und nur zum Teil für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Danach haben wir uns ein Mittagessen verdient. Wir gehen in ein Restaurant in der Nähe und essen Nasi Campur.

Es ist extrem schwül und wir schwitzen stark. Das erinnert uns daran, dass wir unsere Wäsche machen sollten. In der Nähe des Hotels ist eine Laundry, die die Wäsche binnen 24 Stunden fertig macht.

Den Nachmittag verbringen wir am Pool und hoffen, dass die schwarzen Wolken an uns vorüberziehen. Wir haben Glück und es bleibt trocken. So fahren wir gegen Abend nach Tegallalang, wo wunderschöne, steile Reisterrassen zu sehen sind. Dort angekommen finden wir uns im Stau der Touristenmassen wieder. Wir setzen uns in ein kleines Lokal auf eine Young Coconut und ein Bingtang und beobachten die Touristen, wie sie in den Reisfeldern umherirren. Auf dem Rückweg kaufen wir ein paar Bier für den Abend auf der Terrasse und dann suchen wir uns in Ubud ein Restaurant. Beim erstbesten, das Seafood auf der Karte hat, kehren wir ein. Wir bestellen Mahi-Mahi und einen Red Snapper. Es schmeckt gut und wir amüsieren uns über die beiden Musiker, die alte 60er-Hits trällern.

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Am Abend sitzen wir auf unserer Terrasse, trinken ein Bingtang und hören den Fröschen beim Quaken zu.

42 km

16. Tag, Sa, 17.9.2016: Ubud (Klungkung)

Heute machen wir einen längeren Ausflug. Es geht nach Klungkung ans Meer. Wir fahren nach dem Frühstück los. Es ist fast nichts los auf der Straße, alle Geschäfte sind geschlossen. Die Balinesen sind festlich gekleidet und gehen oder fahren zu den Tempeln, denn heute ist Kuningan Day, ein besonderer Feiertag, an dem die Vorfahren wieder in die Ewigkeit hinüberwandern. Nach Klungkung sind es ca 29 km und wir sind ca 1 Stunde unterwegs. Kurz vor dem Ziel ist die Straße abgesperrt, weil sich auf einem Kreisverkehr ein Tempel befindet und die Menschen mit ihren Körben voller Opfergaben in Scharen dort hin pilgern. Gleich ein paar Leute sind damit beschäftigt, die Opfergaben von den Altären wieder abzuräumen, damit Platz für die neuen ist. Wir beobachten das Treiben ein wenig, dann sehen wir uns die Gerichtshalle Kertha Gosa an. Aufgrund des Feiertags sind alle Tore offen und wir können einfach hinein. Unseren Sarong haben wir natürlich umgebunden. Vor dem Tempel fotografieren sich die Balinesen in ihren schönen Gewändern gegenseitig und wir machen auch ein paar Fotos.

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Weiter geht’s zum Fledermaustempel Pura Goa Lawah (ca 10 km). Dort ist schon sehr viel los. Diesmal zahlen wir Eintritt (IDR 6.000 pP) und bekommen zusätzlich zum Sarong noch einen Schal um die Hüfte gebunden. Im Tempel stellen sich die Leute schon an, um ihre Opfergaben abzugeben. Mehrere Priester sind damit beschäftigt, die Leute zu segnen. Nach der Reihe richten die Frauen ihre Körbe her, zünden Räucherstäbchen an und verteilen die Gaben an verschiedenen Plätzen.

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Mittagessen mit AussichtDanach gehen wir - wie die Einheimischen - an den Strand, der auf der anderen Straßenseite liegt, und essen eine Soto Bakso Ayam. Wir genießen den Ausblick auf den schwarzen Sandstrand und das türkis-blaue Meer. Leider finden wir kein Kaffeehaus in der Nähe, daher machen wir uns auf den Heimweg. Am Rückweg fahren wir ein längeres Stück auf der Autobahn in Richtung Denpasar und kommen daher sehr schnell vorwärts (37 km, 45 Minuten).

Als wir in Ubud vom Moped absteigen, löst sich bei Judiths Flipflop der Riemen und wir machen uns auf die Suche nach einem Ersatzpaar. Leider haben heute viele Geschäfte und der gesamte Markt geschlossen. Fündig werden wir im Coco Supermarket. Danach bummeln wir durch die Stadt und setzen uns ins „Folk“ auf einen Kaffee (Iced Espresso, Cappucchino, Watermelon Juice) - schmeckt ausgezeichnet und hat ein gutes Ambiente. Die Zeit vergeht und es ist schon wieder Abend. Also schauen wir uns nach etwas zu essen um. Ein Tipp im Reiseführer führt uns in die Jl. Gootama. Der „Tipp“ scheint weithin bekannt zu sein - jedenfalls bekommen wir fast keinen Platz und erfahren von unseren Sitznachbarn, dass sie eine Stunde aufs Essen gewartet und dann das falsche bekommen haben. Wir können auf diese Erfahrung verzichten und schauen ein paar Häuser weiter ins „Warung Lokal“. Wir bestellen Schweinefleisch mit Gemüse und einen Fisch (Ikan), jeweils mit Reis. Es schmeckt ausgezeichnet! Zum Abschluss gibt es einen weißen Reispudding mit Kokos, der ebenfalls sehr gut schmeckt. Kaum dass wir uns im Lokal niedergesetzt haben, beginnt es zu regnen, nein, zu schütten! Wir haben ja keine Regenjacken mehr und wollen daher abwarten, bis der Regen nachlässt. Mitten im ärgsten Regen kommt auf einmal eine Prozession die Straße herauf. Männer mit langen geschmückten Bambusstäben, eine Musikgruppe, Frauen mit hohen Schüsseln voller Opfergaben auf dem Kopf, und dahinter scheinbar der ganze Ort, alle festlich gekleidet und klatschnass, denn nur wenige haben einen Regenschirm dabei.

Schon während der Nachspeise hört der Regen auf und als wir heimfahren, tropft es nur noch ein wenig von den Bäumen.

94 km

17. Tag, So, 18.9.2016.: Ubud

Nach dem Frühstück holen wir zuerst die Wäsche ab. Sie ist fein säuberlich zusammengelegt, in Plastik verpackt und duftet herrlich. Dann geht es auf zum Vulkan Gunung Batur. Er liegt im Norden der Insel und kurz davor befindet sich der Pura Ulun Danu Batur Tempel. Wir kommen zügig voran, für die rund 35 km benötigen wir eine gute Stunde. Die Straße führt stetig nach oben. Am letzten Stück fehlt dem Roller schon etwas die Kraft, um noch zu überholen. Kurz vor dem Ziel werden wir an den Rand gewunken und müssen Eintritt für die Region zahlen. So ein Art Wegzoll, der mit IDR 31.000 pP nicht gerade billig ist. Kurz darauf kommen wir beim Tempel an. Kaum dass wir das Moped abgestellt haben, kommt schon ein Mann auf uns zu und erklärt uns, dass wir in den Tempel ebenfalls Eintritt bezahlen müssen - IDR 35.000 pP. Zur Erklärung hält er uns eine abgerissene Eintrittskarte hin. Wir diskutieren mit ihm, weil wir ja vorhin schon Eintritt bezahlt haben. Irgendwie kommen wir uns abgezockt vor. Also gehen wir einfach am Tempel vorbei und die Verkaufsstände an der Straße entlang. An der nächsten Ecke spricht uns die nächste Frau an, von wegen Tempel und Guide und Eintritt und so. Wir ignorieren sie und gehen in eine Seitengasse. Sie ruft uns noch einige Zeit nach, dann haben wir Ruhe. Wir kommen an den Rand des riesigen Kraters, in dem sich der Vulkan Gunung Batur und der See Danau Batur befinden. Der Ausblick ist gewaltig, man sieht genau, wo sich der jüngste Lavastrom bewegt hat. Die Erde ist tiefschwarz und es wächst noch nichts darauf. Auch der Gunung Abang ist gut zu sehen. Wir gehen an der Außenmauer des Tempels entlang und auf einer Seite befindet sich das Ausgangstor - offen und weit und breit keine Touts. Also gehen wir hinein - den Sarong haben wir schon angelegt. Drinnen findet gerade eine Zeremonie statt und wir halten uns im Hintergrund. Dann machen wir ein paar Fotos und schauen uns im Tempel um. Es gibt viele Pavillons, Schreine usw. Danach verlassen wir den Tempel so, wie wir gekommen sind. Als wir zum Moped zurück kommen, spricht uns keiner mehr an. Manchmal ist es schon anstrengend als Tourist.

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Wir fahren weiter in den Krater hinunter zum See. Dort kaufen wir uns ein Cola und schauen auf den See hinaus. Bald machen wir uns auf den Rückweg. Es ist Mittag, die Sonne steht im Zenit und wir ziehen lange Sachen an, damit wir nicht verbrennen. Zurück geht es bergab, aber auch nicht schneller. Der Verkehr limitiert die Geschwindigkeit. Auf dem Weg kommen wir an einigen Obstständen vorbei und wir kaufen einen Sack voll verschiedener Obstsorten, ua Mango, Mangostane, Salak (Schlangenhautfrucht), Baumtomate (Tamarillo). Kurz vor Ubud kehren wir bei einem Warung ein und essen ein Nasi Goreng und eine Gemüsesuppe mit Reis.

In Ubud machen wir noch ein paar Erledigungen. Wir kaufen Briefmarken und werfen die Postkarten ein, wechseln Geld, kaufen Bustickets für den Transfer zum Flughafen und Wasser für den Abend. Dann gönnen wir uns noch einen Iced Espresso im „Folk“, dazu einen Watermelon Juice.

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Um 17 Uhr machen wir uns auf den Heimweg. Im Hotel angekommen springen wir gleich in den Pool und genießen unsere Maharani Suite, in die wir in der Früh umgezogen sind.

89 km

Herzlich willkommen!

Wir sind Judith und Wolfgang

judithwolfgang

Beide mit dem Reisevirus infiziert, passionierte Defender-Fahrer und Overlander.

Es gibt so viel zu sehen und zu erleben. Begleite uns ein Stück des Weges!

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