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Hanoi und Umgebung

1. Tag, 30.11.2007: Linz - Frankfurt - Bangkok

Um 17:00 Uhr fahren wir zum Flughafen. Beim Einchecken hat Wolfgang 8,1 kg und ich 8,8 kg Gepäck gehabt. So wenig hatten wir noch nie!

Wir starten und landen pünktlich in Frankfurt.

Mit 15 Min. Verspätung heben wir um 23:00 Uhr Richtung Bangkok ab.

2. Tag, 1.12.2007: Bangkok - Hanoi

1 USD = 16.000 Dong; 1 EUR = 23.000 Dong

Um kurz vor 15:00 Uhr landen wir planmäßig in Bangkok. Bangkok ist ein riesiger Flughafen, dafür sind aber relativ wenige Leute unterwegs. Wir suchen uns das Gate und bummeln dann noch durch die mega-vielen Geschäfte und kaufen unsere obligatorische Flasche Jack Daniels.

Den Start Richtung Hanoi bekomm ich nicht mehr mit, ich werde erst zur Essensverteilung wieder munter. WOW! Das ist lecker (Riesenshrimps mit Reis und Gemüse und supergut gewürzt). Wir landen um ca. 19:45 Uhr endlich an unserem Ziel.

Das mit der Abholung funktioniert gut ($ 10,00), das ist aber auch schon alles. Im gebuchten Prince I Hotel angekommen, sagt der Rezeptionist uns, dass er zwar ein Zimmer hat, aber er uns das Prince III empfehlen würde, da es schöner ist und das Zimmer mit Fenster. Wolfgang schaut sich erstmal das Zimmer hier an und meint, dass wir das Angebot annehmen sollen. Na gut, so fahren wir mit dem Taxi (kostest nichts zusätzlich) zum Prince III Hotel und der Rezeptionist dort meint, er ist voll belegt. Da explodiere ich dann gleich mal. Der Rezeptionist ruft dann nochmals im Prince I an und es stellt sich heraus, dass wir im falschen Hotel sind. Ich lasse aber in dem weiteren Hotel nachfragen, ob dort wirklich ein Zimmer frei ist, weil das ganze hin-und-her drück' ich nicht noch einmal durch. Nachdem das geklärt ist, steigen wir wieder in ein Taxi, um ca. 100 m (!) weiter dann das Hotel Jasper zu erreichen. Das sieht gar nicht so schlecht aus und Wolfgang meint, es ist 100 x schöner als das Prince. Wir einigen uns dann auf einen Preis von USD 25,00 pro Nacht und um 21:45 Uhr sind wir endlich in einem Zimmer.

3. Tag, 2.12.2007: Hanoi

ObstverkäufterinUm 7:00 Uhr stehen wir auf und gehen frühtücken (Eierspeis, Mangold, Kaffee). Um 8:00 starten wir unsere Besichtigungstour. Durch lauter nette Straßen gehen wir zum Hoan Kim See und weiter bis zum Wasserpuppentheater. Als wir fragen wollen, ob wir Karten reservieren müssen, sehen wir, dass es heute, Sonntag auch um 9:30 Uhr eine Vorstellung gibt. So kaufen wir gleich die Karten (á 40.000,00 Dong = € 2,--). Bis zur Vorstellung haben wir noch Zeit und so gehen wir noch zum Chua Ngoc Son (Jadebergtempel) auf einer kleinen Insel im See. Ist echt nett, über eine rote Holzbrücke geht’s zur Insel hinüber. Um 9:30 Uhr sind wir wieder retour beim Wasserpuppentheater, das nur ein paar Schritte entfernt liegt. Das ist ja eine echt nette Sache und wir sehen eine lustige Vorstellung.

LiteraturtempelUm 10:40 Uhr ist die Vorstellung zu Ende und wir spazieren rund um den See, beim Schildkrötenturm vorbei. Auf dem Weg zurück zum Hotel gehen wir ins Reisebüro (ODC Travel), um dort für morgen die Parfümpagode und für DI/MI die Halong Bucht zu buchen(USD 16,-- p. P. / USD 46,-- p. P.). Anschließend fragen wir im Hotel wegen dem Zimmer, müssen aber leider morgen ausziehen. Dann suchen wir uns das Büro von Vietnam Airlines. Das sperrt aber erst um 13:30 Uhr auf und so machen wir uns zuerst auf den Weg zum Literaturtempel. Das ist ein ordentlicher Hatscher! Der Tempel ist aber echt schön. Nach der Besichtigung wollen wir auf eine Suppe (Pho) gehen, aber es ist schon zu spät und es gibt kein Mittagssuppe mehr. So gehen wir hungrig Richtung Ho Chi Minh-Mausoleum. In einem kleinen Park machen wir eine Pause und essen ein paar Rambutan. Wir sind der Meinung, dass es noch weit bis zum Ba-Dinh Platz wäre, aber es ist nur noch ein kurzes Stück vom Park weg. Ho Chi Minh Mausoleum Dort bummeln wir über den riesigen Platz, besichtigen Onkel Ho’s Haus und die Ein-Pfahl-Pagode. Es ist nicht ganz klar, ob für die Besichtigung von Onkel Ho's Haus Eintritt zu bezahlen ist – wir müssen jedenfalls nichts bezahlen. Dann gehen wir zur Vietnam Airlines zurück.

Leider bekommen wir für Freitag keinen Flug mehr und so fliegen wir am Donnerstagabend (USD 60,70 p. P.). Direkt vor dem Airlinebüro buchen wir auch den Flughafenbus (USD 2,00 p. P.). Danach bummeln wir wieder zum See zurück, befragen unseren Reiseführer wegen einem Essenstipp und gehen darufhin zu Dac Kim. Hmmm köstlich... Das Essen ist echt total lecker (kl. Faschierte Bällchen und Speck = Bun Cha, Frühlingsrollen mit Krebsfleisch = Nem Cua Be, Reisnudeln, Suppe, Kräuter“salat“) und 1 Bier um 85.000 Dong.

Im Hotel zurück schlafen wir beide erschöpft ein. Wir rappeln uns jedoch noch einmal auf und gehen in die Lobby zum Internet (gratis). Wir schreiben ein Hotel in Hue an und ein paar Zeilen nach Hause. Es beginnt zu regnen.

 

4. Tag, 3.12.2007: Hanoi - Chua Huang (Parfumpagode)

Um 6:30 Uhr stehen wir auf, packen unsere Sachen fertig und gehen dann frühstücken. Danach checken wir noch die Mails. Das Hotel in Hue hat bereits bestätigt. Die großen Rucksäcke können wir im Jasper Hotel lassen. Am Abend müssen wir zwar ins New Prince Hotel umziehen, aber na ja, mal sehen ...

Wir sitzen dann in der Lobby und warten auf die Abholung für die Tour.

Yen FlussUm 8:15 Uhr werden wir von ODC-Travel abgeholt. Wir holen dann noch ein Pärchen ab und insgesamt sind wir nur 5 Personen (1 Australierin, 2 Deutsche und wir). Wir stauen uns aus Hanoi raus. Als wir endlich den Stau hinter uns haben, fahren wir durch viele kleine nette Dörfer und nach 2 Stunden Fahrt kommen wir in Ha Tay an. Dort steigen wir in eines der Ruderboote, die bereits auf Gäste warten. Ein altes Mutterl rudert uns eine Stunde lang den Fluss rauf. Die Landschaft ist echt total schön und es ist so angenehm ruhig, da alle nur rudern und so gut wie keine Motorboote unterwegs sind. Unterwegs sehen wir vom Boot aus einen Eisvogel und viele Enten. Um ca. 11:20 Uhr kommen wir am Fuße des Berges, auf dem die Parfumpagode steht, an. Von der Anlegestelle geht es dann ganz schön steil bergauf zur obersten Pagode. Es gäbe sogar eine ganz neue Seilbahn, die ausschaut wie in unseren Skigebieten. Die Pagode selbst ist eine Höhle, mit einer total schönen Felsformation als Eingang, zu der man durch eine Schlucht gelangt. Sieht aus wie ein Drachenmaul mit Zunge. Parfumpagode Im Inneren befindet sich so eine Art Altar mit einer Buddhastatue und dahinter 3 kleine Statuen (die sollen die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft darstellen). Nach der Besichtigung wandern wir den Berg wieder hinunter. Bei einem kleinen Tempel speziell für Frauen machen wir eine kurze Pause und steigen dann ein paar Stufen hinauf zu einem anderen kleinen Tempel mit einer Felsenhöhle dahinter. Nach dem Abstieg bekommen wir sogar noch ein Mittagessen (Tofu, Frühlingsrollen, Beef, Ei und Reis) + je ein Cola, zum Dessert eine Banane. Anschließend besichtigen wir noch die letzte Pagode, Teile davon sind angeblich aus dem 15. bzw. 17. Jhdt.

Yen FlussUm ca. 15:00 Uhr sind wir wieder bei den Booten und unserer Bootsführerin (die sich die Zeit mit Kartenspielen vertrieben hat). In einer guten Stunde rudert sie uns zurück zum Auto und wir fahren Richtung Hanoi zurück. Um 18:30 Uhr kommen wir wieder im Hotel Jasper an, nachdem wir uns durch einen Mega-Moped-Stau gewurschtelt haben. Das Hotel Jasper bestellt uns ein Taxi. Während wir warten, checken wir nochmals unsere Mails. Kurz darauf werden wir dann abgeholt und ins New Prince Hotel gebracht. Das Zimmer dort ist auch super (USD 27,50). Nach dem Einchecken machen wir uns auf den Weg zum Dinner. Zuerst bummeln wir etwas planlos herum und kaufen uns als Vorspeise vorerst mal bei einer alten Frau mit zwei Körben was Süßes. Das ist echt lecker, schmeckte wie Germ mit Kristallzucker. Dann essen wir in der Luong van Can-Straße in einer Suppenküche direkt auf der Straße eine Pho mit Huhn (à 15.000 Dong = < 1 $). Nach dem Essen legen wir einen Verdauungsspaziergang ein und kehren dann in den Jazz Club ein, der in der gleichen Straße wie die Suppenküche ist. Wolfgang trinkt zwei Bier und ich zwei Mangosäfte (ich sollte es noch bereuen). Die Live-Band spielt sehr gut. Wolfgang und ich amüsieren uns über die junge Kellnerin, die etwas ungeübt in ihren Stöckelschuhen herumstakst.

5. Tag, 4.12.2007: Hanoi - Halong Bucht

Um 6:50 Uhr ist Tagwache. Wir bekommen ein spärliches Frühstück, aber ich will eigentlich eh nichts. Wir werden wieder von ODC-Travel abgeholt. Das große Gepäck lassen wir im Hotel. Nach Rücksprache an der Rezeption ist nach dem Ausflug ein Zimmer für uns reserviert. Mit dem Bus holen wir dann noch zwei Pärchen ab, darunter auch die beiden Deutschen von gestern. So sind wir eine dänische Familie mit 2 Kindern, 1 Holländer, 2 Deutsche, 2 schweizer Deutsche und wir. Außerdem haben wir den gleichen Guide wie gestern namens Than. Heute geht's ganz zügig raus aus Hanoi.

Unsere gemütliche Kabine an BordUm ca. 12:00 Uhr kommen wir bei der Bootsanlegestelle in Ha Long an. Nachdem der Guide die Tickets organisiert hat, gehen wir auf unser Schiff. Wir 11 sind Gott sei Dank alleine am Boot und das Boot schaut echt nett aus. Auch die Kabine ist nett und sauber (sogar mit eigener Dusche und Toilette). Wir bekommen während der Fahrt das Mittagessen – das Übliche (Frühlingsrollen, Tofu, Mangold, Ei, auch einen ganzen Fisch mit Reis). Nach dem Essen genießen wir an Deck die Landschaft. Es könnte ein bisserl weniger trüb sein, aber es regnete wenigstens nicht. Bei einem der Hügel legen wir an und wandern zu einer Höhle hinauf (Sung Sot Cave). Die ist echt beeindruckend. Innen total riesig und interessante Formationen. Im Anschluss gehen wir retour aufs Boot. Wolfgang und ich steigen bei einem schwimmenden Dorf aus und machen eine Kajaktour. Das ist sehr nett. Die anderen der Gruppe (die haben alle die 3T/2N-Tour gebucht) fahren zu einem Strand. Nach einer Stunde (14:30 – 15:30) paddeln wir wieder retour zum schwimmenden Dorf, wo uns kurz vor 16:00 Uhr das Schiff wieder abholt. Wir schippern aus der Bucht hinaus und ankern über Nacht.

vn9_halongvn8_caveMit dem Kanu durch die Felsformationen

Um 19:00 Uhr gibt es Abendessen (Tintenfisch, einen großen gebratenen Fisch, Shrimps, Gemüse, Reis und 1 Mandarine). Nach dem Essen sitzen wir noch zusammen: Die Deutschen, die Schweizer, der Holländer und wir. Wir unterhalten uns sehr nett. Der Mangosaft von gestern macht sich bemerkbar ...

6. Tag, 5.12.2007: Halong Bucht - Hanoi

Wir stellen den Wecker wegen dem Sonnenaufgang auf 5:15 Uhrt. Aber es ist noch stockfinster. Ich schaue um 5:45 Uhr dann nochmals aus dem Fenster, aber es ist immer noch dunkel und nebelig. So schlafen wir nochmal eine Runde weiter.

Um 7:30 Uhr werden die Anker gelichtet und wir schippern Richtung Cat Ba Island. Es gibt Frühstück und wir legen dann auf der Insel an. Dort steigen alle außer uns aus. Dafür kommen 2 Engländer, 2 Dänen und 2 Deutsche an Board. Das ist auch eine ganz nette Truppe. Wir legen wieder ab und nach kurzer Fahrt machen wir in einer Bucht dann noch einen Badestop.

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Wolfgang geht in einer sehr schönen Kulisse schwimmen. Nach der Erfrischen geht's retour Richtung Hafen.

In einem Hotel gleich neben der Anlegestelle bekommen wir das Mittagessen. Ich warte in der Lobby und nippe an einem Cola, da ich Essbares weder riechen noch sehen kann. Nach der Mittagspause holt uns ein Bus wieder ab, mit dem wir dann Richtung Hanoi zurückfahren.

Erst um 17:30 Uhr kommen wir ins Hotel zurück, weil der Fahrer so einen Mist fährt (Autofahren ist nicht die Stärke der Vietnamesen - das sollte sich noch des Öfteren zeigen). Diesmal haben wir sogar ein sehr großes Zimmer mit Balkon (USD 30,00). Nach dem Zimmerbezug machen wir uns auf den Weg zum Abendessen. Wolfgang genehmigt sich ein leckeres Bun Bo. Ich kaufe mir am Straßenrand ein weißes Weckerl, Germgebäck und später noch Bananen. Wir bummeln noch zum See und sitzen dort ein wenig auf einem Bankerl. Anschließend machen wir uns durch die diversen Gasserl auf den Rückweg zum Hotel.

7. Tag, 6.12.2007: Hanoi - Hue

Nach dem Frühstück checken wir aus und machen uns dann auf den Weg zum Ho Chi Minh-Mausoleum, da dieses täglich nur 2 Stunden geöffnet hat und es bei unserem letzten Besuch vor 2 Tagen schon geschlossen hatte. Heute wimmelt es dort nur so von Menschen und Bussen. Wir werden rundherum gelotst, da das ganze Gelände großräumig abgesperrt ist. Sogar die Taschen müssen wir abgeben (8.000 Dong) und wir werden durchleuchtet wie am Flughafen. Das Anstellen geht aber sehr flott, trotz der vielen Leute. Im Mausoleum muss Wolfgang dann noch den Fotoapparat abgeben. Der Leichnam sieht komisch aus. Einerseits echt, andererseits wie aus Wachs. Vor dem Mausoleum sehen wir dann noch ein Stück der Wachablöse um 10:00 Uhr. Anschließend holen wir wieder unsere Sachen und spazieren in die Altstadt zurück. Typisches Gässchen in Hanoi

Wir gehen auf den Markt in der Gia Ngu. Der ist voll super: Fleisch, Fisch, Frösche, Gemüse, ... Danach gehen wir noch zum Markt Cho Dong Xuan, aber außer Ramsch gibt's da nichts. Wir kehren dann wieder zurück Richtung Süden und gehen in der Hong Dieu Mittagessen, wo Wolfgang gestern Abend schon Bun Bo gegessen hat. Diesmal genehmige auch ich mir was. Oper von HanoiVon dort aus gehen wir am Südufer des Sees entlang zur Oper, die im französischen Kolonialstil erbaut ist. In der daneben liegenden Vietcombank wechseln EUR 450,00 (= 10,4 Mio. Dong). Wir haben noch drei Stunden bis zur Abfahrt mit dem Flughafenbus und so setzen wir uns ins Caféhaus am See. Im Caféhaus sieht es fast aus wie in Gmunden. (1 Espresso, 2 Cola, 1 Lemon Cake = 72.000 Dong ? voll teuer). Danach gehen wir zum Hotel zurück.

Auf dem Weg zum Shuttlebus gehen wir an einer Schule oder Kindergarten vorbei, wo gerade 200 Kindern von der Familie mit einem Moped abgeholt werden – es herrscht Chaos pur. Bei der Airline angekommen erwischen wir sogar den früheren Bus, was eh nicht so schlecht ist – wegen dem Abendverkehr. Um 19:40 Uhr ist Abflug. Im Flugzeug bekommen wir als Stärkung einen kleinen Snack.

Um ca. 20:40 Uhr landen wir in Hue. Unser Taxi ist auch schon da. So fahren wir im strömenden Regen zum Hotel Bin Minh. Wir haben ein großes Zimmer – allerdings tropft Regenwasser aus der Deckenlampe (USD 20,00).

Herzlich willkommen!

Wir sind Judith und Wolfgang

judithwolfgang

Beide mit dem Reisevirus infiziert, passionierte Defender-Fahrer und Overlander.

Es gibt so viel zu sehen und zu erleben. Begleite uns ein Stück des Weges!

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