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Cu Chi - Saigon

21. Tag, 20.12.2007: Cu Chi Tunnel

Um kurz nach 8:00 Uhr kommt Mr. Dzung. Der Fahrer (Mr. Minh) und er bringen uns ins Renaissance Riverside Hotel, wo wir die letzten beiden Nächte genießen wollen. Ist schon teuer (USD 160,00 + 15% Tax + Service), aber wir nehmen es.

Danach starten wir zu den Cu Chi Tunnels, wo wir erst um 10:30 Uhr ankommen, obwohl es nur 60 km sind, aber der ewige Stau... Mr. Dzung bezahlt den Eintritt für uns und besorgt für jeden eine kleine Flasche Mineral. Dann gehen wir mit einer indischen Familie und einem Guide los. Zuerst besichtigen wir eine Art Freilichtmuseum, das ist nicht so aufregend, aber dann geht's mit einem anderen Guide zu den Tunnels. Als erstes bekommt man einen alten Film gezeigt - sehr interessant.

Cu Chi TunnelTaucht auf aus dem Nichts und verschwindet unbemerkt

Dann geht's unter die Erde. Phuu, ganz schön eng und total heiß. Und das, obwohl die Tunnel extra für uns Touristen vergrößert worden sind! Wir sehen einen unterirdischen Brunnen, Schlafräume, Besprechungszimmer, Operationsraum, Munitions- und Waffenraum. Auch einige grausame Falle mit Bambus- und Eisenspitzen sind ausgestellt, sowie die Luftschlitze und Schießscharten. Auch ein vom Laub verdecktes Loch, das nicht größer ist als 30 x 40 cm, wo genau eine Person reinpasst (aber nur Vietnamesen) wird vorgeführt. Im Rahmen der Besichtigung dürfen wir auch eine lokale Köstlichkeit probieren. Es ist mit Maniok vergleichbar, etwas warm und man tunkt es in Zucker, Salz und Erdnüsse. Um 13:00 Uhr ist die Besichtigung zu Ende.

Mr. Dzung lädt uns noch in ein Restaurant am Fluss in der Nähe der Tunnels ein, wo wir köstlich speisen (Riesengarnelen, Tintenfisch, Rind mit Gemüse, Suppe), Cola dazu und noch einen Kaffee hinten nach. Das ist lecker. Anschließend stauen wir uns wieder in die City zurück. Wir schauen kurz im Büro vorbei, wo wir einen Tee bekomen und noch ein Erinnerungsfoto knipsen. Dann bringt uns der Fahrer ins Hotel zurück. Wir beziehen das Zimmer. Das ist ja der helle Wahnsinn!!! Ein Traum!!! So ein Bett hab ich noch nie gesehen. Ein super Bad, und am Tisch steht ein kleiner Früchtekorb.

Wir brechen dann Richtung Stadt auf und gehen zum Ben Thanh Markt wo ich mir zwei Tommy Hilfinger Leiberl kaufe (230.000 Dong). Wir kaufen auch vietnamesische Kaffeefilter + 1 Leiberl für Niki + eines für Wolfgang. Wir schauen auch ein bissl wegen Rucksäcken fürs Heimfahren. Danach spazieren wir ins „Billig-Hotel-Viertel“ (District 1). Dort gehen wir in eine Lotteria (ist so etwas wie ein vietnamesischer McDonald's) und bestellen uns ein Burgermenü. Ist echt gut - wieder mal was anderes. Aber in der nächsten Straße (Bui Vien) entdecken wir erst die wahre Köstlichkeit. Muschelspezialitäten - haubenverdächtigIn einer Straßeküche kocht eine Frau super leckere Muscheln. Wir kaufen uns zwei Teller – traumhaft. Am Rückweg zum Hotel wollen wir ins Rex-Hotel auf die Dachterrasse auf einen Drink gehen bzw. den Rummel auf den Straßen beobachten. Bei den Kaufhäusern der Stadt ist die Hölle los. Tausende Leute lassen sich mit mega-kitschiger Weihnachtsdekoration fotografieren. Aber auf der Terrasse ist leider geschlossene Gesellschaft. So gehen wir in die Apokalypse-now-Bar. Ein „Tipp“ von meinem Boss. Hier ist aber nicht viel los, im Lokal sitzen nur die komischen Kellner in ihren Hawaii-Hemden und es ist sauteuer (zwei Dosen Tiger Bier 160.000 Dong). Wir trinken das Bier aus und gehen ins Hotel zurück. Es ist 22:00 Uhr und der Pool hat noch eine Stunde offen. So fahren wir in den 21. Stock und hüpfen in den Pool. Das ist herrlich. Wir schwimmen ein bisschen und genießen die Aussicht auf den Saigon River.

22. Tag, 21.12.2007: Saigon

Heute schlafen wir mal so richtig aus und brechen erst um 11:00 Uhr in die Stadt auf. Wir gehen die Dong Khoi entlang, vorbei an alten Hotels (Majestic, Grand Hotel, Caravelle), an der Oper bis zur Kathedrale Notre Dame und zur Post (schöner Bau) und weiter zum Präsidentenpalast.

vn53_postVietnamesischer Kabelsalatvn54_rathaus

Auf der Suche nach einem Frühstück landen wir auf dem Ben Thanh Markt. Gegenüber ist eine nette Garküche, in der wir Reis mit gegrilltem Fisch und Gemüse essen – lecker wie alle Garküchen. Danach machen wir uns auf die Suche nach einem netten Ca Phe. Es ist nicht leicht, eines zu finden, weil inzwischen die Touristen-Cafés überhand nehmen. Wir gehen daher ins alte Viertel (in die Nähe von Madame Cuc), verspeisen am Thai Binh Markt eine Ananas, und werden dann endlich fündig. Wir trinken 2 Ca Phe (1 x hot, 1 x iced). Nach dieser Stärkung begeben wir uns auf Schnäppchenjagd durch die Gassen. In der Bui Vien sind wir sehr erfolgreich. Ein Vietnam-Leiberl für mich (40.000 Dong), ein Rucksack für Wolfgang (170.000 Dong) und Lampions (80.000 Dong für zwei Stück). Retour am Ben-Thanh Markt umwerben uns die Marktfrauen ("T-Shirt for you Sir/Mme"). Ich kaufe mir eine Tommy Hilfinger-Hose (230.000 Dong), Wolfgang ein Poloshirt von Burberry (130.000 Dong). Zusammen mit den Stäbchen, den Hüten und den Untersetzern haben wir jetzt alle Mitbringsel beisammen.

Geschenkkorb vom HotelNachdem Wolfgang immer Hunger hat, verdrücken wir am Markt noch schnell zwei Bun Bo Hue und machen uns auf den Weg zum Hotel. Am Heimweg beginnt es zu regnen und wir warten vor einem Café das Ärgste ab. Am Zimmer steht für mich ein Blumenkorb mit Geburtstagswünschen – das ist ja echt nett!

Da der Regen inzwischen aufgehört hat, brechen wir wieder in die Stadt auf, um nochmal einzukaufen und zu Abend zu essen. Als Geburtstagsessen gibt’s heute Muscheln bis zum Abwinken! Wir gehen zum gleichen Stand wie gestern und bestellen alle Muschelsorten auf einmal. Insgesamt essen wir fünf Teller: 2 x Steinbohrer in Knoblauch-Caramel-Sauce gebraten mit Salz-Pfeffer-Orangen-Dip, 1 x gekocht scharf mit Chili-Öl, 1 x gekocht klein mit Salz-Pfeffer-Orangen-Dip und 1x gebraten mit gehackter Und das um 22:00 Uhr 3 Tage vor WeihnachtenPetersilie und Erdnüssen. Dazu zwei Saigon-Bier um insgesamt billige 174.000 Dong!

Wir machen uns dann nochmals auf den Weg zum Markt. Wolfgang kauft sich auf der Straße als Nachspeise einen grünen süßen Reis mit Kokosmilch und ich Waffeln. Wir verspeisen beides am Heimweg. Am Markt erstehen wir noch ein Polo für Wolfgang. Daheim schlüpfen wir ins Badezeug und gehen nochmals in den Pool und genießen die Aussicht.

DAS IST EIN GEBURTSTAG!!!!!

23. Tag, 22.12.2007: Saigon - Bangkok

Um 9:15 Uhr stehen wir auf, obwohl es noch so gut gewesen wäre, vor allem in diesem Superbett. Wir packen all die Einkäufe ein. Um 10:30 Uhr gehen wir dann nochmals für eine Stunde an den Pool. Wir genießen die Sonne und den Ausblick bei Tag, obwohl es diesig ist. Um 12:00 Uhr müssen wir leider asuchecken und machen uns auf die Suche nach Frühstück Richtung Markt bzw. District 1 auf.

Unsere letzte GarkücheWir wollen schon fast in einem Touristencafè einkehren, aber da kostet ein Kaffee 35.000 Dong (die spinnen!!!). So gehen wir weiter zum Markt und da es ja eigentlich schon mehr Mittagessenszeit als Frühstückszeit ist, lunchen wir. Natürlich in einer Garküche. Wir bekommen je einen Teller Reis in die Hand gedrückt und können aus verschiedenen Hauptspeisen und Beilagen auswählen. Wir entscheiden uns jeder für einen Fisch + Shrimpserl. Die Shrimps haben keinen Kopf und keinen Schwanz mehr und sind mit der Schale cross gebraten, so dass man die Schale mitessen kann. Es ist einfach herrlich! Dann gehen wir in den District 1 in die Bui Vien auf einen Eiskaffee (je 6.000 Dong). Danach bummeln wir weiter zum Ca Phe Shop von gestern, wo wir uns nochmal zwei Eiskaffee genehmigen (je 7.000 Dong). Wir sitzen lange und richten die Leute aus und beobachten die Polizei. Kaum dass die Polizei in die Nähe kommt, kommen alle in Bewegung. Die Mopeds werden richtig geparkt, die Straßenstandeln weitergezogen, auch wir müssen uns von der Straße ins Ca Phe reinsetzen(?!?). Auf dem Rückweg kaufe ich mir in einem „Shopping Center“ noch eine Uhr von Burberry (260.000 Dong). Dann gehen wir zurück zum Hotel, holen die Sachen und fahren mit dem Taxi zum Flughafen.

Das ist schnell gegangen (18:00 – 18:30 = 80.000 Dong inkl. Trinkgeld). Der Flughafen ist anscheinend fast neu, aber es läuft hier gar nix. Wir warten ewig fürs einchecken, obwohl nicht viele Leute sind. In einem Café kaufen wir für die letzten Dong zwei Hamburger und ein Pepsi. Wir starten halbwegs pünktlich und landen um 22:30 Uhr in Bangkok. Wir haben gut 1,5 Stunden Zeit. Im Duty Free kaufen wir zwei Stangen Zigaretten und eine Flasche Gin. Bei der Handgepäckskontrolle stoßen sie auf meinen Schlangenschnaps, den ich für Opa gekauft habe. Ich diskutiere lange mit der Dame, da die Flasche ja so klein ist und keine 100 ml hat. Aber die akzeptiert die Schlange einfach nicht, obwohl sie tot ist und ich sie nicht in Thailand lasse. Sie nimmt mir den Schnaps weg und wirft ihn einfach in den Müll – blöde Kuh. Ich sitze im Flieger neben einem VAI-ler, der auch im Renaissance Riverside Hotel war. Um ziemlich genau 0:00 Uhr heben wir ab.

24. Tag, 23.12.2007: Bangkok - Frankfurt - Linz

Zum Abendessen gibts Chicken (mit Reis!) und ein Bierchen. Ich bin total k.o., kann aber trotzdem schlecht einschlafen, weil es im Flieger so heiß ist. Die A/C funktioniert wie beim Hinflug nicht ordentlich und stellt sich laut Stewardess immer auf 27 Grad. Ich schwitze wie ein Schwein. 1,5 Stunden vor dem Landen wird ein Frühstück serviert. Wir tratschen bis zur Landung mit dem VAI-ler und amüsieren uns köstlich.

Um kurz nach 5:00 Uhr landen wir. Bei der Gepäckskontrolle motzen sie wegen dem Gin aus Thailand, weil man nur in der EU verschweißte Flüssigkeiten mitnehmen darf. Das ist wirklich eine Pflanzerei. So gehen wir zurück und checken Wolfgangs Rucksack mit dem Gin ein. Gut, dass wir so viel Zeit haben. Unsere Maschine hat 25 Minuten Verspätung, was anscheinend am Wetter liegt ? Schnee – Wäh!!

Bis Linz bringen wir eine Stunde Verspätung zusammen. Das Taxi wartet schon und kurz vor 12:00 Uhr Mittags sind wir dann daheim.

Herzlich willkommen!

Wir sind Judith und Wolfgang

judithwolfgang

Beide mit dem Reisevirus infiziert, passionierte Defender-Fahrer und Overlander.

Es gibt so viel zu sehen und zu erleben. Begleite uns ein Stück des Weges!

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