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Kangaroo Island

8. Tag, 27.10.2005: Robe - Cape Jervis - Kangaroo Island

Der Wecker läutet heute schon um 5:30 Uhr, weil wir vergessen haben die S.A.-Zeit einzustellen. Das Wetter ist herrlich - Sonnenschein.

Wir wollen wieder in der schönen Küche kochen, aber die ist um diese Zeit noch versperrt. Nach dem Frühstücken fahren wir noch einmal nach Robe hinein, aber da hat noch nicht einmal der Bäcker offen - und das um 7:30 Uhr. So werfen wir nur unsere Ansichtskarten in den Briefkasten bei der Post und verlassen Robe Richtung Kinston S.E. Dort legen wir einen kurzen Fotostop bei einem überdimensionalen Hummer ein und fahren weiter Richtung Salt Creek.

Parallel zum Highway verläuft der Coorong NP. Wir wollen bei der 42 Mile Crossing hinein fahren, können die Einfahrt jedoch nicht finden, so biegen wir einfach bei der nächstbesten Möglichkeit ab. Wie sich später herausstellt, ist das noch vor 42 Mile Crossing gewesen...  Auf dem Weg zu einem netten CP sehen wir zwei Emus und viele Kangaroos, die aber leider sofort vor uns flüchten. Beim CP drehen wir dann um und fahren wieder zurück zum Highway. Auf diesem geht's weiter bis zur 42 Mile Crossing wo wir nochmals abbiegen und bis zum Strand fahren. Wow, das schaut echt super aus - hohe Wellen und viele Muscheln. Wieder zurück auf dem Highway haben wir Probleme mit dem Auto, weil wir nicht mehr auf H2 schalten können. Erst nach mehreren Versuchen klappt es dann- so ein Sch…, hoffentlich was das einmalig.

Pelikane am Lake Albert, South AustraliaKurz vor Mittag kommen wir in Meningie an und in einer netten Picknick-Area direkt am Lake Albert verspeisen wir unser Mittagessen (Schinken-Käse-Brot + Tomate + Cola). Wir gehen zum Bäcker um Brot und in die Bank zum Geldwechseln, das beides ewig dauert. Danach fahren wir zügig weiter nach Wellington. Dort endet die Straße am Fluss und wir müssen mit einer kleinen Fähre über den Murray River übersetzen. Bereits auf der nächsten Fähre haben wir Platz und die Überfahrt ist sogar kostenlos. In Strathalbyn müssen wir tanken und hängen gleich einen kleinen Spaziergang dran, weil der Ort total nett ist und wir nach Aussie Boots Ausschau halten wollen. Danach geht's weiter nach Victoria Habour. Dort fahren wir zu einem Lookout, weil in dieser Bucht bis Ende Oktober Wale sein sollten, aber trotz Fernglas können wir nichts entdecken. Anschließend fahren wir ins Ortszentrum und gehen wieder ein bisserl bummeln, weil auch dieser Ort überaus nett ist. Dann machen wir uns auf den Weg nach Cape Jervis, wo wir gleich bei der Fähre einchecken. Das funktioniert alles sehr reibungslos und ich fahre gleich als erstes Auto auf die Fähre. Alle Autos mit Überlänge oder -höhe müssen- wie wir und die LKW's - im Retourgang rauf. Um 18:00 Uhr legt die „Sealion“ ab. Wir kaufen uns an Bord ein heißes Tatschkerl (Pastie) und etwas zum Trinken und setzen uns an Deck um Ausschau nach Delfinen zu halten - leider erfolglos. Ein paar Meter vor der Anlegestelle sagt dann eine Fährangestellte durch den Lautsprecher doch noch einen Delfinsichtung an. Wir sehen ihn noch zwei mal kurz aufsteigen.

ZwergpinguinKaum sind wir von der Fähre herunten (um 19:00 Uhr), suchen wir das Pinguin Center auf und vereinbaren für 19:30 Uhr eine Tour. Vor der Tour schauen wir noch kurz zum Strand und entdecken dort schon einen Pinguin, aber leider ist es schon sehr dunkel. Die Tour beginnt mit einem Vortrag, von dem wir aber wegen des Aussie-Dialekts nicht viel verstehen, und einem Video über die Pinguine. Dann gehen wir raus zu den Pinguinen, die grad vom Meer in Richtung ihrer Nester watscheln - echt süß. Fast eine Stunde beobachten wir sie. Es ist sehr interessant und wirklich nett. Anschließend suchen wir den Penneshaw CP, aber können ihn nicht finden. Wir fahren einige Male im Kreis, aber an der angegebenen Adresse ist gar nichts. Ich frage dann in einem Hotel und dort sagt man mir, dass der CP seit 2003 geschlossen ist. So fahren wir Richtung Kingscote weiter auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Einige Stellen fahren wir an, es passt aber nirgends richtig. In Brown Beach biegen wir dann ab auf einen Parkplatz, den wir auch gleich in Beschlag nehmen. Es ist schon 21:30 Uhr und wir kochen heute nicht mehr. Es gibt nur ein Jausenbrot und wir gehen dann zeitig schlafen.

427,9 km

9. Tag, 28.10.2005: Kangaroo Island

Nach dem Frühstück (Marmeladebrot + Kaffee) fahren wir los und entdecken, dass nicht einmal 1 km von unserem Nachtlager entfernt in Island Beach ein kleiner CP gewesen wäre. Naja, ist schon zu spät. Wir fahren bis Jumbuck Australiana und dort dann links die 3 Chain Road entlang bis zur Murray Lagoon. Am Ende der Straße wollen wir bis zur Lagune, aber dort kommt man nur mit längeren Wanderungen hin. So fahren wir weiter bis zum Bald Hill und gehen dort ein Stück. Auf einem kleinen See sehen wir ein paar schwarze Schwäne. Danach fahren wir retour auf die Hauptstraße und dann die Seal Bay Road zum Seal Bay Conservation Park.

Robben sonnen sich am StrandUm punkt 9:00 Uhr kommen wir dort an - genau zur ersten Führung. Wir sind nur 6 Personen + Guide. Das ist super, unser Guide meint, die Morgentour sei die beste, weil nur wenige Leute teilnehmen und man daher viel näher an die Robben heran darf. Am Strand sehen wir viele Robben und gehen ganz nahe an ihnen vorbei. Einige kommen von den Dünen, hinter denen sie die kalte Nacht verbracht haben, an den Strand gerobbt. Echt süß. Der Guide erklärte uns einiges über das Leben der Robben und beantwortete alle unsere Fragen. Anschließend kaufen wir im Visitor Center das South Coast Ticket, obwohl es eigentlich nicht viel bringt, da das Ticket AUD 30,50 pP kostet und Leistungen für AUD 31,00 enthält.

Nach der Robbentour fahren wir dann weiter Richtung Little Sahara, verpassen jedoch zwei mal die Abzweigung, weil nur ein Minischild den Weg anzeigt. Wir wandern die steilen weißen Dünen hinauf und sammeln Sand. Es beginnt leicht zu regnen.

Anschließend fahren wir weiter zu den Kelly Hill Caves. Weil wir 45 Minuten bis zur nächsten Führung warten müssen, essen wir gleich zu Mittag (Salami-Käse-Sandwich + Tomate). Um 12:15 Uhr beginnt die Führung und dauert ca. 50 Minuten. Es ist ganz interessant, weil es eine Tropfsteinhöhle ohne Wasser eigentlich nicht gibt. Es sind echt schöne Gebilde zu sehen. Nach der Führung fahren wir weiter zum Flinders Chase NP Visitor Center, um den CP für heute Nacht zu buchen. Wir wollen auf den West Bay CP, aber leider ist die Straße dorthin gesperrt. Also nehmen wir den Snake Lagoon CP, auf dem wir gerade noch eine Platz bekommen. Auf den Eukalyptusbaum neben unserem Auto sitzt eine Koalamutter mit Baby.

Kelly Hill CavesRemarkable RocksRemarkable Rocks

Vom CP aus fahren wir weiter zum Admiral Arch. Auf dem Weg dorthin sehen wir neben der Straße noch einmal eine Koalamutter mit Kind. Beim Admiral Arch lebt eine Kolonie von New Zealand Seals. Der Arch ist sehr eindrucksvoll (sehr schönes Fotomotiv). Dann fahren wir weiter zu den Remarkable Rocks. Also die sind das absolute Highlight der Insel. Einfach unglaublich. Wir fotografieren und filmen viel und wandern lange zwischen den Felsen herum.

Camping-KücheUm 17:00 Uhr sind wir wieder am CP zurück und beginnen gleich zu kochen (Fleischlaibchen mit Kartoffelpüree und Salat). Das Essen ist echt lecker nach dem gestrigen spartanischen Tag. Und auch dass wir schon so früh retour sind, ist toll. Um 18:45 Uhr ist der Abwasch bereits erledigt und wir sitzen das erste mal im Freien auf ein Bier. Das ist Urlaub ...

194,9 km

 

10. Tag, 29.10.2005: Kangaroo Island - Caper Jervis

Wir wachen beide schon kurz vor dem Wecker auf. Nach dem Frühstück verlassen wir um 7:00 Uhr den CP in Richtung Platypus Waterhole. Beim ersten Lookout sehen wir ein paar Luftblasen aufsteigen, aber sonst tut sich nichts. Beim 2. Aussichtspunkt sehen wir dannKängurus schon viele Luftblasen, aber leider auch keinen Platypus, was auch für alle anderen Aussichtspunkte gilt. Den Beschreibungen auf den Tafeln nach dürfte dieses Tierchen nicht recht groß sein, bei einem Gewicht von 850 g – 1300 g. Wir gehen die Runde fertig und als Highlight stehen uns zwei Kangaroos Aug in Aug gegenüber. Nachdem wir den Rundweg fertig gegangen sind, schauen wir noch einmal zum ersten Teich. Aber da sind jetzt nicht mal mehr Luftblasen zu sehen.

So fahren wir nach 2 Std. Ausschauhalten enttäuscht zum Cape Borda (auf dem Track). Beim Lighthouse Keepers Cemetery bleiben wir stehen. Dort befindet sich ein kleiner Friedhof mit 16 Gräbern, wobei das jüngste Grab aus 1905 stammt. Beim Leuchtturm gehen wir ein kleines Stückerl zu einem Aussichtspunkt und anschließend machen wir noch beim Scott Cove Lookout einen Stop. Das ist aber nichts Aufregendes mehr. Anschließend fahren wir auf dem Playford Hwy bis Parndana. In Parndana machen wir auf einem Parkplatz Rast, um die weitere Vorgehensweise zu beraten.

Wir beschließen nach Stokes Bay zu fahren und dort unseren Lunch zu machen. Dort angekommen bereiten wir uns bei der Picknick-Area eine Eierspeis zu und ein Schinken-Käse-Sandwich.

Anschließend fahren wir nach Emu Bay (über North Coast Road), dort tut sich aber auch nicht viel.

So fahren wir nach Kingscote und genehmigen uns dort in einem Kaffeehaus einen Kaffe. Dort treffen wir zwei in München lebende Wiener und plaudern ein bissl mit ihnen. Um 15:30 Uhr verlassen wir Kingscote in Richtung Penneshaw in der Hoffnung, dass es eine frühere Fähre gibt – leider nein. So stehen wir am Meer auf einem Parkplatz und besprechen die morgige Route und schreiben unseren Einkaufszettel. Bei der Fähre warten wir bis der Check-in öffnet und diesmal fährt Wolfgang das Auto auf die Fähre. Um 19:30 Uhr legte die Fähre ab. Ich bin froh, als wir um 20:15 Uhr in Cape Jervis ankommen und ich wieder festen Boden unter den Füßen habe. Wir fahren los in Richtung Norden. Im Reiseführer steht, dass es bei Cape Jervis Station einen CP gibt, und tatsächlich gibt es dort einen. Ein netter alter Mann zeigt uns den Weg. AUD 14,00 für einen non-powered Platz ist auch ok. Heute gibt es als Abendessen eine Hühnernudelsuppe.

247,4 km

Herzlich willkommen!

Wir sind Judith und Wolfgang

judithwolfgang

Beide mit dem Reisevirus infiziert, passionierte Defender-Fahrer und Overlander.

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