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Rotes Zentrum

16. Tag, 4.11.2005: Curtin Springs - Uluru

Vom Bett aus können wir den Sonnenaufgang genießen, anschließend frühstücken wir wie immer. Der Reifen hält. Um 7:18 Uhr verlassen wir den CP. Noch 80 km bis Yulara, 100 km bis zum Uluru.

Mutjutjala Walk, UluruUm 8:45 Uhr checken wir in Yulara auf dem CP ein (AUD 26,00) und suchen uns schon mal den Stellplatz. Dann fahren wir zum Uluru. Wir umrunden ihn zuerst Felsmalereien am Ulurumit dem Auto. Er ist echt beeindruckend! Dann fahren wir nochmal rundherum, aber diesmal steigen wir bei den diversen kleinen Wanderungen bzw. Sehenswürdigkeiten aus. Bei einigen darf man nicht filmen, aber das ist ok. Als letzten Stop gehen wir den Mutitjulu Walk. Hier sieht man Felszeichungen und man kommt in einen Felseinschnitt mit Wasserloch. Das schaut echt super aus! Nach unserer Uluru-Besichtigung fahren wir ins Cultural Center wo wir in der Picknick-Area ein Huxtable-Sandwich verdrücken und anschließend das Center besichtigen. Die Kultur der Aboriginals ist wirklich interessant. Außerdem wird ein wissenswerter Film gezeigt, anlässlich des 20. Jahrestages der „Rückgabe“ des Ulurus an die Aboriginals am 26.10.2005, den wir leider um eine Woche versäumt haben. Über dem Video haben wir fast die Zeit übersehen, weil wir ja vor dem Sunset noch durch das Valley of the Winds gehen wollen.

Wir fahren also Richtung Olgas. Beim Lookout, wo man die ganzen Olgas betrachten kann, trifft uns jedoch fast der Hitzschlag und so beschließen wir, die Wanderung auf morgen Vormittag zu verschieben.

Wir fahren wieder zurück zum Cultural Center, weil wir noch in den Shop schauen und ev. ein paar Souvenirs kaufen wollen. Die haben aber stolze Preise und so fahren wir nach Yulara ins Shopping Center, weil wir sowieso noch in den Supermarkt müssen. Kaufen dort noch Lebensmittel ein und in einem T-Shirt-Geschäft schlägt Wolfgang dann voll zu. Als wir zurück zum Auto kommen, beginnt es zu tröpfeln. So ein Sch… Wir fahren aber trotzdem wieder in den NP und sichern uns am Sunset-Point ein Platzerl.

UluruDer Regen hört wieder auf und es ist eine ganz eigenartige Wolkenstimmung. Wir sind schon um 16:00 Uhr beim Sunset-Point (Sonnenuntergang: 19:03 Uhr), aber Gott sei Dank sind wir so bald dran, weil sonst hätten wir den Uluru nicht mehr in der Sonne gesehen. In der Nähe ist ein Gewitter aufgezogen und je fortgeschrittener die Zeit, desto mehr die Wolken. Und aus ist der Traum vom Sonnenuntergang und dem brennenden Uluru. So fahren wir enttäuscht um kurz nach 19:00 Uhr auf dem CP zurück.

Dort angekommen beginnt es richtig zu regnen. Wir flüchten in die CP-Küche und kochen eine Curry-Gemüse-Reispfanne und bei Blitz und Donner schreiben wir das Tagebuch. Um 21:40 gehts ab ins Bett, da wir morgen bald raus müssen: Vielleicht klappt ja der Sonnenaufgang.

239,4 km

17. Tag, 5.11.2005: Uluru - Kata Tjuta - Kings Canyon

Mutjutjala Walk, UluruWir stehen um 5:00 Uhr auf und ohne Frühstück fahren wir zum Uluru Sunrise-Point. Es ist schon ganz schön viel Verkehr und als wir kurz nach 5:30 Uhr dort sind, stehen schon sehr viele Leute herum. Heute ist zwar die Seite, die gestern bewölkt war frei, aber mit dem Sonnenaufgang wird’s auch nichts, weil es im Osten bewölkt ist. Wir warten bis 6:15 Uhr und fahren dann. Wolfgang will noch einmal zum Mutitjulu Walk und nachsehen, ob Wasser vom Uluru in den Pool rinnt, weil es ja in der Nacht so geschüttet hat. Auf dem Weg dorthin geht voll der Wind und man hört total komische Geräusche. Nach einiger Zeit kommen wir dann drauf, dass das hunderte quakende Frösche sind und durch den Felseinschnitt hallt das wieder zurück, sodass der Lärm aus der Luft zu kommen scheint. Als wir beim Pool hinten ankommen, rinnt tatsächlich ein kleiner Wasserfall den Uluru runter. Total schön! Auf dem Weg zurück zum Auto kommen schon viele Leute, aber wir waren wieder mal rechtzeitig dran und haben es noch ruhig und schön. Wir fahren dann noch einmal zum Cultural Center, weil sich Wolfgang noch ein Kapperl kaufen will. Nachdem der Shop erst um 7:00 Uhr öffnet, frühstücken wir am Parkplatz, kaufen dann das Kapperl und fahren anschließend zu den Olgas.

Valley of the windsBei der Abzweigung lesen wir, dass das Valley of the Winds heute um 11:00 Uhr wegen Hitze gesperrt wird – gut, dass wir so bald dran sind. Wir fahren noch einmal den Lookout an und um 8:30 Uhr beginnen wir mit der Wanderung. Leider ist es wieder nicht sonnig, aber wenigstens manchmal kommt die Sonne ein bissl durch. Die Wanderung ist echt super. Durch den Regen gibt’s ganz viel Wasser und dort, wo man über den Felsen klettern muss, ist sogar ein Wasserfall! (Bei meinem ersten Australien-Trip 2001 war hier alles staubtocken) OlgasAuch am Ende des Rundwegs ist ein richtiger Bach. Als wir um Punkt 11:00 Uhr mit der Wanderung fertig sind, sehen wir zwei Ranger, die den Weg sperren. Wir fahren dann noch zum Sunset-Point, um ein Foto von den Olgas zu machen, und kehren dann nach Yulara zurück. Dort gehen wir nochmals in den Supermarkt und tanken. Um kurz nach 12:00 Uhr ist dann Abfahrt zum Kings Canyon. Kurz nach der Abzweigung zum Kings Canyon übernimmt Wolfgang das Steuer. Ich bin total k.o.

Um ca. 15:20 Uhr sind wir am Parkplatz des Kings Canyon. Der Aufstieg ist das Anstrengenste (noch dazu mit schon 7 km in den Beinen). Anfangs haben wir noch Sonnenschein, aber nach nicht einmal der halben Strecke beginnt es zu schütten. Wir stellen uns unter einem Felsvorsprung unter. Das Gewitter dauert Garten Eden, Kings CanyonGott sei Dank nicht lange. Nachdem der Regen nachlässt, wandern wir weiter bis zum Cotterill’s Lookout. Toller Abgrund. Dort liegt neben dem Weg eine Lesebrille. Naja, wir nehmen sie halt mit. Weiter gehts über Holzstiegen zum Garten Eden. Hier ist auch ein Lookout angeschrieben. Wir gehen in das Tal hinein und am Ende ist tatsächlich das Paradies (Wasserfall, riesengroßer Pool, steile rote Wände mit Sonne und Regen). Wir machen dort eine kleine Pause und gehen dann wieder retour zum Hauptweg. Es ist nicht mehr weit bis zur roten Wand, aber leider scheint ja keine Sonne, dafür sehen wir aber einen Wasserfall. Wir verweilen dort ein wenig und gehen dann die letzte Etappe an. Mittlerweile tröpfelte es schon wieder und die Fliegen sind saulästig. Um 18:20 Uhr sind wir wieder beim Auto. Auf dem Parkplatz setzt sich grade ein Minibus in Bewegung Kings Canyonund wir fragen durchs offene Fenster, ob jemandem die Brille gehört. Und tatsächlich gehört sie einer Dame, die ich schon von den Campingplätzen in William Creek und Coober Pedy kenne.

Wir fahren dann ins Camp (Kings Canyon Resort) und checken ein (AUD 26,00 wie gestern). In der CP-Küche kochen wir unser Abendessen (Fleisch mit Champignon-Zwiebel-Rahm-Sauce und Reis). Nach dem Abwasch gehen wir noch eine kleine Runde am CP (bis zum Restaurant, wo eine Band spielt) weil es im Auto noch so heiß ist.

442,4 km

18. Tag, 6.11.2005: Kings Canyon - Mereenie Loop - Tyler Lookout

Beim Frühstück ist ein neues (altes) Problem aufgetaucht: der Reifen rechts hinten ist (fast) platt. Also sind wir zur Tankstelle, von dort zur Rezeption (den Reifen gleich mal gewechselt) und von dort zum Helifly, wo Ryan unseren Reifen reparieren soll. Wartezeit bis Mittag. Zum Glück haben wir heute keine weite Strecke zu fahren. Wir tanken und ich besorge das Permit für den Mereenie Loop, das nichts nichts kostet, aber verlangt wird. Pool - Kings Canyon ResortZurück auf dem CP nützen wir die Zeit um unsere Kleidung neu zu sortieren und für eine Bestandsaufnahme. Der Himmel ist schon wieder bedeckt (am Morgen war es noch schön), aber wir hüpfen trotzdem in den Pool. Ohne Patschen hätten wir das sicher nicht gemacht. Anschließend bereiten wir uns ein Huxtable-Sandwich zu. Um 11:45 Uhr fahren wir zur Rezeption in der Hoffnung, dass unser Reifen fertig ist. Ich frage nach Ryan, die Rezeptionistin ruft ihn an und erklärt mir dann, er kommt erst um 13:00 Uhr, weil er einen Notfall hat (kann man glauben oder auch nicht). Wir gehen darauf hin die Route noch einmal durch und hängen im Schatten herum. Um 12:40 Uhr kommt dann Ryan der Mechaniker. Er hat einen neuen Schlauch in den Reifen montiert (AUD 90,00). Wir wechseln gleich den Reservereifen wieder und montieren den Neuen.

Um kurz nach 13:00 Uhr fahren wir dann endlich los. Am Anfang kommen wir gleich zu einer Baustelle, und wir überlegen, ob wir auf 4WD schalten sollen, aber nach der Baustelle ist die Straße echt super. Ein bissl viel Wellblech, aber keinesfalls 4WD. Beim Jump-up Lookout bleiben wir noch einmal kurz stehen. Hier hat man einen schönen Ausblick auf die Ebene bis zum Kings Canyon. Ist echt eine tolle Landschaft, aber auch gefährlich: Wir sehen am Straßenrand ein totes Kamel liegen. An der Kreuzung nach Glen Helen bzw. Hermannsburg biegen wir Richtung Gosse Bluff ab. Wir wollen eigentlich eine 4WD-Strecke fahren, aber wir haben die Abzweigung nicht gefunden. So fahren wir auf der Hauptpiste bis zum Krater und machen dort eine kleine Rundwanderung. Der Kraterrand ist von der tiefstehenden Sonne tlw. sehr schön beleuchtet. Wieder zurück auf der Kreuzung biegen wir nach Hermannsburg ab. Nach 43 km Gravel Road kommen wir zur Abzweigung ins Palm Valley. Dort baden viele Leute im Finke River. Tja, hier kommen wir nicht weit, als uns ein Schild „Road closed“ stopt. Echt super ... Wir sind beide ziemlich frustriert, weil wir uns schon sehr auf das Palm Valey gefreut haben und jetzt ein langes Stück umsonst gefahren sind. Wir fahren dann nach Hermannsburg, aber das ist irgendwie ein komischer Ort. Der historische Teil ist zugesperrt und sonst nur Aboriginies, die irgendwie einen komischen Eindruck auf uns machen. Es gäbe zwar einen kleinen CP, aber wir entscheiden, die 43 km Gravel Road wieder zurück zu fahren, die asphaltierte Straße weiter zu fahren und zu schauen, dass wir zumindest bis zum Tyler Lookout und aus dem Aboriginals-Land rauskommen, denn auf Aboriginie-Land darf man nicht wild campen. So treten wir um 18:20 Uhr den Rückweg an. Es ist teilweise sehr schlechte Sicht, weil wir genau Richtung Westen fahren und die Sonne schon sehr tief steht. Wir erreichen den Tyler Lookout mit dem letzten Tageslicht und genießen noch kurz eine schöne Abendstimmung bevor wir schlafen gehen.

313,8 km

19. Tag, 7.11.2005: Tyler Lookout - Ellery Creek Big Hole

Ausblick auf den Gosse BluffVon unserem „CP“ aus genießen wir einen total wunderschöner Sonnenaufgang mit herrlichem Ausblick auf den Gosse Bluff Krater. Anschließend frühstücken wir wie immer. Es ist echt ein himmlisches Plätzchen.

Um 7:00 Uhr fahren wir los zur Redbank Gorge. Die Roma Gorge, die eigentlich noch vorher zu sehen sein soll, gibt's offenbar nicht mehr; wir finden jedenfalls keine Abzweigung. Bei der Redbank Gorge packen wir die Badesachen ein Red Bank Gorgeund wandern ca. ½ Stunde den Fluss entlang bis zum Pool. Dort ist es echt beeindruckend. Das Wasser ist wärmer als erwartet. Am Eingang zur Schlucht warnt ein Hinweisschild, dass das Wasser so kalt ist, dass der Kreislauf gefährdet ist und man nur mit Schwimmhilfen (Luftmatratze, usw) ins Wasser gehen soll. Die haben wohl noch nie in einem österreichischen Fluss gebadet ... Wolfgang schwimmt vor und ich komme nach. Wir haben die Gorge ganz für uns alleine.

Am Weg zur Glen Helen Gorge machen wir ein paar Fotostops und genießen den Ausblick auf den Mt. Sonder. Die Glen Helen Gorge ist nicht so besonders, da für eine Wanderung zu viel Wasser ist, und wir fahren gleich weiter zur Ormiston Gorge. Hier treffen wir auch schon die ersten Busse (ab Glen Helen ist die Straße leider wieder asphaltiert). Wir treffen dort dann die Deutschen mit dem Britz-Auto wieder, die wir schon am Ayers Rock kennengelernt haben, und wir plaudern ein bisserl mit ihnen. Wir kochen dann in der Picknick-Area auf den dort frei verwendbaren Gasöfen unsere Nudeln, damit wir erstens unser Gas sparen (es ist nicht gewiss, wie lange das noch reicht) und Flussdurchquerung in der Ormiston Gorgezweitens haben wir dann am Abend keinen Stress. Das Mittagessen ist echt nett. Um 13:00 Uhr beginnen wir die Wanderung mit dem Gum-Tree-Walk bis zum Wasser. Wir sind der Meinung die Wanderung geht noch weiter und wir waten durch den Fluss und dann noch das andere Ufer entlang, aber da ist nichts Spektakuläres mehr zu sehen. Also gehen wir wieder zurück – durch den knöcheltiefen, nach Konsistenz und Gestank Kuhscheiße-ähnlichen Schlamm – wäh. Die Felswände sind ganz schön, aber der Rest (der versprochene Pool) ist nicht überragend. Vor allem ist das Wasser viel zu warm. So sind wir kurz vor 15:00 Uhr wieder beim Auto. Da wir die Sonne unterschätzt haben, müssen wir unseren Sonnenbrand behandeln.

Anschließend fahren wir zu den Ochre Pits weiter. Dort ist nur ein kurzer Weg von 300 m zum Gehen. Die Ockerfelsen sind echt schön – von weiß über gelb bis rot.

Als nächstes fahren wir in die Serpentin Gorge, wo wir um 16:00 Uhr los gehen. Zuerst geht es 1,3 km auf einem 4WD-Track. Auf den Bäumen neben dem Track sehen wir immer wieder grellgrüne Vögel – genau wie gestern. Durch das Tele können wir erkennen, dass es Wellensittiche sind – voll lieb. Hinten bei der Gorge steht noch ein bissl Wasser, die Felswände schauen echt gut aus – v.a. weil die Sonne schon so tief steht.

Nach der Serpentine Gorge biegen wir zum Ellery Creek Big Hole ab. Als Wolfgang aus dem Auto steigt, hört er ein eigenartiges Zischen, das sich dann als 3. Patschen herausstellt. Das Ventil ist ausgerissen. Also wechseln wir wieder einmal einen Reifen. Danach belohnen wir uns mit einem Sprung ins angenehme Nass des Ellery Creek Big Hole - das ist eine Wohltat! Wir wollten eigentlich zuerst weiterfahren und in der Hugh Gorge übernachten, aber eigentlich ist der CP bei Ellery Creek Big Hole auch total nett und hat sogar Gasöfen. Außerdem ist es fast 18:00 Uhr und es wären noch über 30 km in die andere Gorge. Also bleiben wir hier. Wir machen Feuer, bezahlen den Campinggebühr (AUS 6,60 für zwei Personen) und genießen unser Bierchen und ein Huxtable-Sandwich.

123,6 km

20. Tag, 8.11.2005: Ellery Creek Big Hole - Alice Springs - Ruby Gap NP

Nach dem Frühstück verlassen wir um ca. 7:45 Uhr unseren CP Richtung Alice Springs. Wir wollen zum Reedy und Birthday-Waterhole bzw zur Hugh Gorge, wo wir eigentlich gestern campen wollten, aber anscheinend ist auch diese Strecke aufgelassen. Wir finden zumindest keine Abzweigung. So fahren wir weiter bis Standly Chasm. Dort muss man AUD 7,00 pP Eintritt zahlen. Alles ist total touristisch angelegt, so mit Riesenparkplatz und Kiosk. Aber im Nachhinein betrachtet zahlte es sich voll aus. Nach ca. 20 min Wanderung wird die Schlucht total eng, bis zu einem Wasserloch. Wir gehen durch das Wasserloch durch und klettern noch auf die Felsen. Es ist wirklich beeindruckend.

Simpson GapAnschließend geht's weiter zum Simpson Gap. Dort ist nur in kleines Stückerl zu gehen, aber es ist auch sehr sehenswert.

Von Simpson Gap sind es nur mehr 17 km bis Alice Springs. Dort fahren wir gleich zum Britz, und schildern unser Reifenproblem. Aber die Tussi dort ist total unfreundlich (ist die gleiche „Gurk’n“ wie 2001) und sie schickt uns zu einer Werkstatt. Also fahren wir dorthin (gleich unter dem Anzac-Hill). Der Mechaniker meint, wir sollen in 2 Stunden wieder kommen (um 13:00 Uhr). Also gehen wir erst mal zum Bilo einkaufen. Puhh, die Klimaanlage tut gut. Anschließend machen wir auf DEM Parkplatz im Schatten ein Huxtable-Sandwich - lecker. Nach dem Lunch fahren wir auf den Anzac-Hill für Fotos und Filmschwenk - da legte sich die Sonne wieder ordentlich hin. Danach schauen wir noch zur Old Telegraph Station. Wir filmen aber die Gebäude nur von außen, weil es schon fast 13:00 Uhr ist. Zurück in der Werkstatt sehen wir, dass der Mechaniker eben erst mit unserem Reifen anfängt. Diesmal hat auch der Reifen ein Loch, das repariert werden muss und ein neuer Schlauch wird auch reingegeben (der alte ist eh auch schon gepickt gewesen) (AUD 54,20). Um 13:30 Uhr fahren wir von der Werkstatt ab.

Auf dem Stuart Hwy fahren wir nach Süden bis zum Ross Hwy, dem wir bis nach Arltunga Bush Hotel + Historical Reserve folgen (insgesamt 110 km, davon 33 km Gravel Road). Das „Hotel“-Pub hat heute Sperrtag, also fahren wir Richtung Rangerstation. Dort ist sogar ein Visitor-Center mit einem kleinen Museum (und das sauberste Klo Australiens). Wir schauen uns dort ein bissl um und checken die Straßenverhältnisse auf dem Aushang. Ruby Gap ist nicht gesperrt (ein Wunder!). In der Rangerstation kann man sich registrieren lassen, wenn man nach Ruby Gap fährt, weil diese Strecke nicht sehr frequentiert ist (dem Gästebuch nach war zuletzt vor zwei Wochen jemand hier). Vom Telefon der Station aus wählen wir die Hotline-Nummer und am anderen Ende der Leitung meldete sich eine sehr nette Dame. Ich nenne unsere Namen, die Adresse daheim, Handynummer, Automarke und –type, Farbe + Kennzeichen und Kreditkartennummer sowie einen Kontakt von daheim (meine Eltern + Telefonnummer). Wir geben an, am nächsten Tag wieder zurück zu sein und wir müssen uns dann wieder melden, sonst würde ab übermorgen Mittag eine Suche gestartet. Dieser Service ist kostenlos. Es wird jedoch eine Strafe eingehoben, wenn man vergisst, sich zurückzumelden und daher eine Suche unnötig begonnen wird (daher die Kreditkartennummer).

Um 16:30 Uhr starten wir dann Richtung Ruby Gap. Die Strecke ist teilweise sehr abenteuerlich bis wild. Wir kommen auch durch einige Gates, sowie durch teils steinige, teils tiefsandige Flussbette. Für die 41 km lange Strecke benötigten wir 2 Stunden. Wir Campingplatz in Ruby Gapkommen zu einer Infotafel, wonach man auf den nächsten 5 km überall campen kann. Auch eine Säule an der man bezahlen kann ist da. Wir bezahlen unsere Gebühr von den üblichen AUD 6,60 für zwei Personen und fahren weiter. Da geht es gleich megasteil und felsig ins Flussbett runter, wo es dann im tiefen Sand (sehr sympatisch!) weiter geht. Wir müssen noch einmal durch ein Gate, an Kühen vorbei und zwischen 2 Felswänden finden wir dann ein nettes Platzerl. Eine Wand wird von der Abendsonne total schön beleuchtet. Die andere Seite müsste demnach am nächsten Morgen beleuchtet sein. Wir machen dann Feuer (zum kochen - Nudeln mit Sugo) und schreiben das Tagebuch. Um Punkt 19:00 Uhr sind die Fliegen, die uns schon seit Tagen verfolgen, mit einem Schlag weg. Dafür beginnen die Grillen mit einem Zirp-Konzert. Es ist soooo heiß, dass an schlafen fast nicht zu denken ist (für mich zumindest).

287,3 km

21. Tag, 9.11.2005: Ruby Gap NP - Alice Springs

Sonnenaufgang in Ruby GapNoch vor dem Sonnenaufgang sind die Fliegen schon wieder aktiv. Nach dem herrlichen Sonnenaufgang gehen wir zum Flussbett runter, weil Wolfgang unbedingt Rubine finden will. Der Name Ruby Gap kommt daher, dass im Flussbett früher Rubine gefunden wurden, was natürlich zahlreiche Glücksritter angelockt hat. Erst später hat sich dann herausgestellt, dass es minderwertige (und damit wertlose) Qualität ist. Während unserer Rubin-Suche wird es bereits sehr heiß und so beschließen wir zusammenzupacken und gemütlich den Rückweg nach Arltunga anzutreten. Um 7:30 Uhr fahren wir los und trotz einiger Fotostops brauchen wir nur zwei Stunden bis zum Visitor Center, wo wir uns bei der Hotline wieder zurück melden - das funktioniert echt super. Im Visitor Center schauen wir uns danach noch die Diashow über die Gegend an. Das ist wirklich interessant und vor allem ist der Raum dunkel und kühl, hmmm. Nach der Diashow fahren wir zur Old Police Station, Government Workszu den Government Buildings und zu einer ehemaligen Goldmine, in die man sogar hinuntersteigen kann. Es ist schon so heiß, dass man sich an der Metallstiege, die in die Goldmine hinunterführt, schon fast die Finger verbrennt. Auch sind die Fliegen schon wieder lästig und so fahren wir wieder zum Ross Hwy zurück.

N'dala GorgeDort biegen wir noch zur N'dala Gorge ab. Bei der Ross Station versichern wir uns, dass sie nicht „geclosed“ ist. In der D'dala Gorge gibt es einzigartige Felsmalereien bzw –gravuren von Aboriginals. Wir gehen den 1,5 km langen Walk, aber so berauschend ist es eigentlich nicht. Wir sind auch beide schon total erledigt und beschließen, dass wir genug Gorges für diesen Ulraub gesehen haben. Bei der Trephina Gorge machen wir in einem schattigen Plätzchen Lunchtime  (Huxtable-Sandwiches + Cola) und fahren dann bis Alice Springs durch.

In Alice checken wir im Stuart Caravan Park ein, da es dort eine Möglichkeit zum Auto waschen gibt (haben wir neulich im Vorbeifahren erspäht). Doch um 16:00 Uhr ist es uns noch viel zu heiß zum Autowaschen und so hüpfen wir erstmal in den Pool. Das war eine Wohltat!!! Erst als die Sonne schon tiefer steht, beginnen wir zusammenzupacken und das Auto erst einmal innen zu putzen. Dafür  brauchen wir geschlagene zwei Stunden. Danach fahren wir ins Overlander Steakhouse und genehmigen uns ein Kangaroo-Steak. Das ist echt voll lecker. Zurück am CP trinken wir noch ein Bier (es sind noch einige Dosen übrig geblieben) und schreiben das Tagebuch.

221,2 km

22. Tag, 10.11.2005: Alice Springs - Darwin

Wir frühstücken ein letztes Mal im Camper und entsorgen anschließend die übrigen Vorräte (6 Bierdosen schenken wir 4 Chinesen, die uns dafür 2 Sandwiches machen, das Spüli und den Schnaps stellen wir neben die Mülltonne - das Zeug ist im Nu weg). Danach fahren wir zum Autowaschplatz neben der Rezeption. Das Auto schaut wieder aus wie neu. Wir ziehen uns dann noch um und fahren um 8:55 in die City zum Airport Shuttle Service, um unser Gepäck dort zwischen zu lagern (den Tipp haben wir von der CP-Chefin). Anschließend tanken wir noch voll und fahren zu Britz, um das Auto abzugeben. Es ist wieder die gleiche unfreundliche Tussi da und sie ist anfangs wieder total grantig, weil Britz angeblich nur zwei Reifen zahlt, und wir hatten ja drei Reifenreparaturen. Aber als sie merkt, dass wir auch nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen sind, ist sie dann ganz ok. Wir besichtigen dann das Auto. Der rechte vordere Scheinwerfer hat einen Pecker (von uns???), auf der linken Seite ist der Lack ein bissl beschädigt, aber sonst ist alles tip top. Sie refundiert uns dann doch alle drei Reifen und gibt mir meinem Deposit-Schein wieder.

The GhanWir lassen uns dann ein Taxi rufen (AUD 10,00) und fahren damit zur Mall in die City. Dort suchen wir uns ein schattiges Platzerl und verspeisen unser letztes Huxtable-Sandwich und das Chinesensandwich. Danach spazieren wir die Mall auf und ab und checken die Souvenierläden. Dabei fällt uns ein, dass ja heute Donnerstag ist und eigentlich der Ghan auf dem Weg nach Adelaide in Alice vorbeikommen müsste. So brechen wir zum Bahnhof auf und tatsächlich steht er dort. Da er etwa eine Stunde später abfahren wird, warten wir am Bahnsteig und schauen dem Treiben zu. Der Zug setzt sich pünktlich um 12:45 in Bewegung. Wir bummeln wieder in die City zurück und klappern noch alle Souvenirläden ab. Jetzt haben wir alle Mitbringsel beisammen.

Flug nach DarwinUm 15:00 Uhr fahren wir mit dem Airport Shuttle Bus zum Flughafen, checken ein und schauen ein bisserl die Shops an. In einem Café trinken wir noch einen „Short Black“ und dann gehts los. Pünktlich um 17:05 Uhr startet das Flugzeug.  Es gibt Thunfischsalat und pünktlich um 19:10 Uhr landen wir in Darwin. Auch hier gibt es einen Airport Shuttle Bus. Wir kaufen gleich ein Hin- und Rückfahrtticket (AUD 16,00 pP - Einzelfahrt AUD 9,00), da wir morgen ja wieder zum Flughafen müssen. Um kurz nach 20:00 Uhr komen wir im Hotel Palms City Resort an. Das Hotel liegt total zentral – gleich neben dem Parlament. Wir gehen zum Mci Abendessen und über das Old Admirality House und Lyon’s Cottage bummeln wir zum Hotel zurück.

7,3 km

23. Tag, 11.11.2005: Darwin - Singapur

DarwinIn der Früh checken wir im Hotel aus uns gehen in die City ins Chiantis auf ein Frühstück. Anschließend beginnen wir unsere Stadtbesichtigung. Wir gehen durch die Mall (hier wird schon die Weihnachtsbeleuchtung montiert) bis zum Brown's Mart, vorbei an der Old Town Hall, Christchurch Cathedral, Old Courthouse, Government House, Parlament und über das Old Admirality House und Lyon's Cottage zurück zur Mall. Nach dieser Runde kaufen wir uns im Woolworth was zum Trinken und rasten im Park gegenüber ein bisserl. Wieder ausgeruht klappern wir alle Souvenirläden auf der Suche nach einem gelben Echidna-Schild ab. Leider vergebens. Wir marschieren dann noch Richtung Hafen und schauen uns die Pearl Exhibition an. Leider haben wir nur wenig Zeit dafür, da uns um 14:00 Uhr der Shuttelbus abholt. Also gehen wir rasch wieder zurück ins Hotel um unser Gepäck und pünktlich um 14:00 kommt der Bus.

Am Flughafen können wir das Gepäck bis Linz durchchecken. Nur für uns selbst bekommen wir die Boradingpässe nur bis Singapur. Die Boardingpässe für Frankfurt und Linz müssen wir uns in Singapur besorgen. Um 17:15 Uhr starten wir (mit ca. 40 Minuten Verspätung). Wir essen Beef und genehmigen uns zwei Victoria Bitter dazu. Im Fernsehen läuft Madagaskar und Cinderella Man. Um 19:50 (SIN-Zeit = - 1,5 Std. N.T.Zeit) landen wir in Singapur.

Dort besuchen wir wieder den Kaktusgarten und schreiben noch ein Mail nach Hause. Im Duty Free kaufen wir noch Zigaretten. Unser Flug nach Frankfurt hat 45 Minuten Verspätung und so beschließen wir noch eine Kleinigkeit zu essen. Wir suchen uns ein Sushilokal und jeder verdrückt noch 3 Sushi und 3 Maki. Ist echt lecker und total günstig. Wir spazieren dann noch weiter durch den Flughafen und besichtigen neben dem Kaktusgarten auch noch den Bambusgarten. Am Behindertenklo verpassen wir uns wieder die Thrombosespritzen. Dann gehen wir wieder zurück zum Gate. Dort müssen wir noch lange auf die Abfluggenehmigung warten und wir starten erst um 1:00 Uhr mit zwei Stunden Verspätung (ich bekomm vom Start nichts mehr mit).

24. Tag, 12.11.2005: Singapur - Frankfurt - Linz

Zum Abendessen gibt es Fisch mit Reis und Gemüse. Wir schlafen beide noch vor dem Abservieren wieder ein. Um 2:00 Uhr MEZ werde ich munter. Wolfgang ist schon länger wach. Wir sind beide durstig und schon ganz ausgedörrt. Ich hole vom Stuart etwas zu trinken und wir schauen dann den Film Cinderella Man zu Ende. Ca. zwei Stunden vor der Landung gibt es noch ein Frühstück (Potatoecake mit Tomate), ist echt lecker, aber mir ist es zu wenig. Wir schauen dann noch ein bissl fern und um 6:30 Uhr landen wir mit 1:15 Std. Verspätung in Frankfurt. Wir kaufen uns einen Espresso und ein Mineral (EUR 8,00!). Pünktlich um 9:00 Uhr starten wir und landen auch pünktlich um 10:05 Uhr in Linz. Meine Eltern warten schon.

Gesamtkilometer: 5.580,8 km

Herzlich willkommen!

Wir sind Judith und Wolfgang

judithwolfgang

Beide mit dem Reisevirus infiziert, passionierte Defender-Fahrer und Overlander.

Es gibt so viel zu sehen und zu erleben. Begleite uns ein Stück des Weges!

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